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Stadt sucht Nutzungsmöglichkeiten für Flüchtlingsunterkunft



Salzgitter

Stadt sucht Nutzungsmöglichkeiten für Flüchtlingsunterkunft

von Eva Sorembik


Aus Sicht der Stadtverwaltung reichen die Kapazitäten der Flüchtlingsunterkunft I aus, um den Bedarf zu decken. Foto: Antonia Henker
Aus Sicht der Stadtverwaltung reichen die Kapazitäten der Flüchtlingsunterkunft I aus, um den Bedarf zu decken. Foto: Antonia Henker Foto: Antonia Henker

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Salzgitter. In seiner letzten Sitzung Ende April hatte der Rat der Stadt beschlossen, dass die Flüchtlingsunterkunft II in der KMU Area wegen der unklaren Lage im Hinblick auf einen weiteren Zustrom von Flüchtlingen befristet als Kapazitätsreserve vorgehalten wird und geeignete Räume zur Durchführung von Sprach- und Qualifizierungskursen genutzt werden können.



Dies geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung an den Ausschuss für Soziales und Integration hervor. Wie die Stadt berichtet, sei die Flüchtlingsunterkunft derzeit nicht belegt, deshalb habe der Rat die Stadt mit der Erstellung eines alternativen Nutzungskonzepts beauftragt.KatharinaWunderling, Leiterin des Fachbereichs Soziales und Senioren bei der Stadt Salzgitter berichtete heute in der Sitzung des Ausschusses fürSoziales und Integration, dass große Teile des Wirtschaftsgebäudes der Unterkunft aktuell an dieTERTIA Berufsförderung GmbH& Co. KGvermietet seien. Diese biete in den Räumlichkeiten Integrationskurse an. Das Hauptgebäude hingegen stehe leer.

Die Flüchtlingsunterkunft II sei entbehrlich, so Wunderling weiter, zumal die restriktiveFlüchtlingspolitikin BundundLandmit der Kontingentierungunddereingeführtennegativen Wohnsitzauflagein Salzgitter, dazu führen würden, dass die Flüchtlingszahlen stark sinken. Sowohl die Flüchtlingsunterkunft I an der Nord-Süd-Straße als auch die von der Stadt angemieteten Wohnungen seien derzeit ebenfalls nicht 100 prozentig ausgelastet, so dieLeiterin des Fachbereichs Soziales und Senioren. Selbst, wenn weitere Flüchtlinge kämen, habe man ausreichen Unterbringungsmöglichkeiten.

Verwaltung befürwortet Nachnutzung


Bezüglich der Nachnutzung stünden zwei Alternativen zur Auswahl, berichtet Wunderling. Zum einen wäre eine gewerblicheNachnutzung denkbar. Hierfür würde die Verwaltung die Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter mitderErstellung einesNachnutzungskonzeptes beauftragen. Alternativ sei auch eine Eigennutzung der Immobilie durch die Stadt möglich, beispielsweise als zusätzliche Arbeitsräume für die Stadtverwaltung. "Wobei eine Vermietung klar vorzuziehen wäre", so StadtkämmererEric Neiseke.


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