Stadt will Kegelsport im „KOMM" mit 15.000 Euro fördern

von Alexander Dontscheff


Kegeln ist derzeit in Wolfenbüttel nur noch im "KOMM" möglich. Symbolfoto: Frank Vollmer
Kegeln ist derzeit in Wolfenbüttel nur noch im "KOMM" möglich. Symbolfoto: Frank Vollmer Foto: Frank Vollmer

Wolfenbüttel. Stimmt der Verwaltungsausschuss am 18. Dezember zu, gewährt die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro für die Sanierung und Modernisierung der Kegelbahnen im Gebäude des „KOMM“. Der Sportausschuss hat der Vorlage in seiner Sitzung am Montag einstimmig zugestimmt. Widerspruch gab es aber dennoch.


Ratsherr Rudolf Ordon, im Ausschuss für Sport und Freizeit als Trägereines Grundmandats nicht stimmberechtigt, wehrte sich vehement dagegen,das „KOMM" mitMitteln der Sportentwicklung zu fördern. "Es ist nicht die Aufgabe der Kommune, ein privates Unternehmen zu unterstützen und so in den freien Markt einzugreifen", so Ordon. Dies sei kein verantwortungsbewusster Umgang mit Steuergeldern.

Die Verwaltung sieht das anders. Das „KOMM“ gehöre als kommerzieller Anbieter von Sportangeboten und Veranstaltungen zwar eigentlich nicht zum Empfängerkreis der städtischen Sportförderung, jedoch sei das „KOMM“ nach dem Aus des Kegelzentrums an der Halberstädter Straße und der Einstellung des Kegelbetriebs im Schützenhaus die einzige Spielstätte im gesamten Gebiet der Stadt, in der Kegelsport stattfinden könne. Neben dem vereinsgebundenen Kegelsport würden im „KOMM" nach Angaben der Betreiberin derzeit monatlich zirka 1.000 Personen die Kegelbahnen nutzen. Und zu den Zielen des vom Rat der Stadt verabschiedeten Sportentwicklungskonzepts gehöre neben der klassischen Vereinsförderung auch die Unterstützung des nicht organisierten Freizeitsports.

Sanierung inzwischen erfolgt


Der Ausschuss folgte dieser Argumentation, auch wenn Ratsherr Winfried Pink darauf hinwies, dass die Umstände schon etwas seltsam seien. Im ursprünglichen Antrag hatte es geheißen:
"Ohne eine ergänzende Unterstützung der Stadt Wolfenbüttel in der vorgenannten Höhe steht zu
befürchten, dass aufgrund fehlender Rentabilität die Betreiberin des „KOMM“ auf die Sanierung
der Kegelbahnen in dem gebotenen Umfang verzichten werden, was zur Folge hätte, dass die
im Stadtgebiet einzig verbliebene Spielstätte künftig nicht mehr zur Verfügung stünde und somit
der Kegelsport in Wolfenbüttel nicht mehr betrieben werden könnte."

Davon könne nun keine Rede mehr sein, da die Anlage mittlerweile durch die Betreiber des „KOMM" saniert worden sei - auch ohne die 15.000 Euro der Stadt. Auf Pinks Veranlassung wurde der Antrag durch den Zusatz ergänzt, dass die Zahlung an das "KOMM" einmalig sei.

Kosten nicht komplett auf die Nutzer umlegen


Nina Heptner, 1. Vorsitzende des KOMMsport e.V. und Pächterin des „KOMM", betonte, dass man die Sanierungskosten von insgesamt rund 75.000 Euro nicht alleine durch Erhöhung der Preiseausgleichen könne. Andere Förderanträge wie beim Landessportbund seien abgelehnt worden, weil die meisten der Nutzer der Kegelbahnen eben nicht im Verein organisiert seien.

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Nina Heptner informierte den Sportausschuss über die Sanierung der Kegelbahnen im "KOMM". Foto: Alexander Dontscheff


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