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Stadtentwicklung: Studentin sammelt Bürgerwünsche

von Frederick Becker


Die Studentin Lena Lauermann freute sich über gute Resonanz. Fotos: Frederick Becker
Die Studentin Lena Lauermann freute sich über gute Resonanz. Fotos: Frederick Becker Foto: Frederick Becker

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21.10.2017

Peine. An der Jakobi-Kirche stand am Samstag für fünf Stunden ein Pavillon. Ein Schild forderte Passanten auf: "Gestalte deine Stadt mit". Die Studentin Lena Lauermann hatte ihn zusammen mit einer Gruppe Helfer aufgebaut. Sie schreibt als Abschlussarbeit ein Stadtentwicklungskonzept für die Eulenstadt.


Lauermann ist Masterstudentin an der Leibniz-Universität in Hannover im Fach Architektur und Städtebau. "Ich mache diesen Workshop, weil ich die Perspektive der Bewohner einnehmen möchte", erklärt die 28-Jährige. Sie möchte unter anderem herausfinden, welche Orte im Stadtgebiet besonders beliebt - oder unbeliebt - sind.


Am Stand lag jede Menge Material zum ausfüllen aus. Foto: Frederick Becker



Dazu hat die junge Frau eine große Pinnwand mit einem Stadtplan aufgestellt. Darauf können die Peiner mit farbigen Klebepunkten die Plätze markieren, an denen sie sich besonders gerne oder ungern aufhalten. Begleitend dazu füllt man einen Fragebogen aus. Es gibt auch eine Wunschlisten-Pinnwand, die Leute heften daran Zettel an, auf denen sie ihre Wünsche für die Stadtentwicklung formuliert haben. Auf einem steht "Paintballhalle", ein anderer wünscht sich mehr Veranstaltungen im Herzberg, der nächste ein neues Schwimmbad mit mehr Angeboten für Kinder.


Auf dem großen Stadtplan konnten die Leute ihre Lieblingsorte markieren. Foto: Frederick Becker



Das Interesse am Stand ist groß, Männer und Frauen aller Altersgruppen bleiben stehen und füllen die Fragebogen aus. Lauermann hört interessiert zu, was die Passanten zu sagen haben. "Ich habe viele Anregungen bekommen, auf die ich sonst nie gestoßen wäre", freut sich die Nachwuchs-Stadtplanerin.

Im Anschluss an den Workshop will Lauermann die Ergebnisse auswerten, Forschungsschwerpunkte setzen und danach mit der Stadt ins Gespräch kommen. Die Verwaltung habe, so Lauermann, bereits reges Interesse an den Ergebnissen des Workshops bekundet.


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