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Städtisches Klinikum Wolfenbüttel hat jetzt ein Kompetenzzentrum für Minimal-Invasive Chirurgie



Wolfenbüttel

Städtisches Klinikum hat jetzt ein Kompetenzzentrum für Minimal-Invasive Chirurgie

Als erste Klinik in der Region erhielt das Klinikum von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie das Zertifikat für hohe Qualität im Rahmen der sogenannten „Schlüsselloch-Chirurgie“.

Chefarzt Dr. Mark Jäger (2.v.l.) und die Oberärzte (v.l.n.r) Dr. Gregor Kocowski, Dr. Karsten Täubert, Dr. Dirk Edelhäuser und Dipl.-Med. Torsten Zeyher der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie am Städtischen Klinikum freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung.
Chefarzt Dr. Mark Jäger (2.v.l.) und die Oberärzte (v.l.n.r) Dr. Gregor Kocowski, Dr. Karsten Täubert, Dr. Dirk Edelhäuser und Dipl.-Med. Torsten Zeyher der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie am Städtischen Klinikum freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung. Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel

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Wolfenbüttel. Einen Meilenstein erreichte jüngst das Team der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie am Städtischen Klinikum. Die Abteilung unter der Leitung von Chefarzt Dr. Mark Jäger und dem zentrumsleitenden Oberarzt Dr. Karsten Täubert wurde erfolgreich als „Kompetenzzentrum für Minimal-Invasive Chirurgie“ zertifiziert. Dies teilt das Städtische Klinikum in einer Pressemitteilung mit.



Als erste Klinik in der Region erhielt das Wolfenbütteler Haus von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) das Zertifikat für hohe Qualität im Rahmen der minimal-invasiven (laparoskopischen) Operationstechnik, im Volksmund auch als „Schlüsselloch-Chirurgie“ bezeichnet. „Die minimal-invasive Chirurgie birgt für unsere Patienten sehr viele Vorteile und wird in der Bauchchirurgie an unserem Klinikum nahezu an allen Organen im Bauchraum sehr konsequent eingesetzt“, erklärt Chefarzt Dr. Mark Jäger.

Zertifizierung drückt besondere Kompetenz und Qualität aus


So unterzog sich die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie einer Prüfung durch den externen Sachverständigen Dr. Andreas Kuthe von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DAV). Bedingung für die Teilnahme am Zertifizierungsverfahren sei neben Erfüllung personeller, materieller und organisatorischer Voraussetzungen, der Nachweis einer ausreichenden Anzahl an minimal-invasiv durchgeführten Operationen im Bauchraum an verschiedenen Organen.



Im Klinikum Wolfenbüttel wurden in den vergangenen drei Jahren jeweils zirka 650 Operationen im Bauchraum in minimal-invasiver Technik durchgeführt. Dabei erfolgen an vielen Organen (Gallenblase, Leber, Magen, Blinddarm, Dünn- und Dickdarm, Nebenniere, Leistenbruch, Zwerchfellbruch) bis zu 90 Prozent der Operationen minimal-invasiv.

Ein weiterer Schwerpunkt des Audits lag in der Prüfung der Operationsvorgänge und –abläufe der Versorgung vor, während und nach der OP. Dazu begleitete der Prüfer die Operateure in den OP-Saal und überzeugte sich von der hohen Qualität der minimal-invasiven Operationen. Die Standards in der prä- und postoperativen Versorgung wurden kritisch geprüft und das sehr hohe Niveau zur Sicherheit der Patienten bestätigt.

Konsequente und kontinuierliche Weiterbildung



Auch die Prüfung der leitliniengerechten Entscheidungen und Behandlungen blieb ohne Beanstandungen durch den Prüfer. Dieser hohe Standard werde durch eine konsequente und kontinuierliche Weiter- und Fortbildung der Chirurginnen und Chirurgen gesichert. Zudem wurde die hausinterne Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Disziplinen wie zum Beispiel der Klinik für Gastroenterologie und der Praxis für Radiologie intensiv geprüft und als exzellent bewertet.

„Auditor Dr. Kuthe lobte in seinem Bericht unsere sehr gut organisierte und strukturierte Abteilung, die über ein breites Spektrum verfügt. Wir freuen uns, dass die Zertifizierung aufgrund der Erfüllung aller Vorgaben vorbehaltlos erteilt wurde“, so Dr. Karsten Täubert.

Vorteile der minimal-invasiven Bauchchirurgie für Patienten


Bei der Schlüsselloch-Chirurgie wird beim Patienten über eine Spezialnadel ein leichter Überdruck in der Bauchhöhle angelegt. Durch wenige ein bis zwei Zentimeter kleine Hautschnitte werden Punktionsinstrumente (Trokare) durch die Bauchdecke platziert. Über diese werden sowohl eine Spezialkamera mit 3D-Optik als auch die Instrumente für die jeweilige Operation eingebracht.

„Die kleinen Schnitte verursachen im Nachgang der OP weniger Schmerzen, heilen schneller und sind weniger infektionsgefährdet. Hinzu kommt, dass sie kaum sichtbare Narben hinterlassen, also ästhetischer aussehen“, erklärt Chefarzt Dr. Jäger. Dass der Bauchraum durch die OP weniger beansprucht werde, erlaube zudem einen schnelleren Kostaufbau.

Doch damit nicht genug der Vorteile: „Patienten erholen sich deutlich schneller, was den Aufenthalt im Krankenhaus verkürzt. Mit Blick auf den Langzeitverlauf kann festgestellt werden, dass Verklebungen und Langzeitprobleme im Bauch seltener sind“, erörtert Dr. Täubert abschließend.


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