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Städtisches Klinikum verhängt einwöchiges Besuchsverbot

Fünf Mitarbeiter des Klinikums wurden positiv auf das Coronavirus getestet.

Alle Patienten und Mitarbeitenden des Städtischen Klinikums werden auf das Coronavirus mittels Antigenschnelltest (Foto) bzw. PCR-Test getestet.
Alle Patienten und Mitarbeitenden des Städtischen Klinikums werden auf das Coronavirus mittels Antigenschnelltest (Foto) bzw. PCR-Test getestet. Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel

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08.12.2020

Wolfenbüttel. Mit dem Beginn der Corona-Pandemie entwickelte das Team des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel ein umfassendes Hygienekonzept, welches in den vergangenen Monaten immer wieder an die epidemiologischen und gesetzlichen vorgegebenen Rahmenbedingungen angepasst wurde. Auf diese Weise konnten Verfahren und Abläufe etabliert werden, die mitunter sogar weit über die Vorschriften hinausgingen. So werden seit mehreren Wochen nicht nur alle Patienten auf das Coronavirus getestet, sondern auch alle Mitarbeitenden des Hauses. Im Rahmen dieser regelmäßigen, wöchentlich durchgeführten Antigenschnelltests wurden nun fünf Mitarbeitende des Transportdienstes positiv auf das Virus getestet und umgehend in die häusliche Quarantäne geschickt – ein Beweis für die dringende Notwendigkeit und das erfolgreiche Greifen der engmaschigen Teststrategie. Diese Maßnahmen würden jetzt jedoch auch ein einwöchiges generelles Besuchsverbot vorsehen. Dies teilt das Klinikum Wolfenbüttel mit.



„Nach Bekanntwerden der positiven Tests wurden alle anderen anwesenden Mitarbeitenden des Transportdienstes und der Hauswirtschaft umgehend getestet – jeder Einzelne negativ“, berichtet Axel Burghardt, Geschäftsführer des Städtischen Klinikums. Nun würden die weiteren Maßnahmen der individuell erarbeiteten Teststrategie des Klinikums eingeleitet. Diese sehe zunächst vor, so wie auch vom Gesundheitsamt gehandhabt, die Kontaktlisten der getesteten Mitarbeitenden aufzustellen. Die Kontaktpersonen würden dann per Antigenschnelltest und anschließendem PCR-Test getestet. „Da der Transportdienst auf allen unseren Stationen unterwegs ist, werden wir auch jeden unserer Patienten innerhalb der nächsten 24 Stunden erneut auf das Virus testen. So können wir schnell für die dringend notwendige Sicherheit unserer Patienten und unseres Teams sorgen“, so Burghardt.


Einwöchiges Besuchsverbot ab sofort in Kraft


„Leider sehen die Maßnahmen auch ein einwöchiges generelles Besuchsverbot vor, welches mit dem heutigen Tag in Kraft tritt“, erklärt der Geschäftsführer. Ausgenommen seien, wie bereits im Frühjahr, der täglich erlaubte Besuch einer Einzelperson bei Palliativpatienten, Lebenspartner von schwangeren Patientinnen im Kreißsaal und nach der Entbindung sowie der im Einzelfall ärztlich erlaubte Besuch bei Schwerstkranken und Patienten der Intensivstation. „Alle Besucher, die dann noch zu uns kommen, werden ab Mittwoch beim Einlass per Antigenschnelltest auf das Coronavirus getestet. So schaffen wir auch in diesem sensiblen Bereich die größtmögliche Sicherheit“, erörtert Burghardt.

Die positiven Tests würden laut Aussage des Geschäftsführers die Wirksamkeit der Teststrategie zeigen – das System der Mitarbeitertestungen funktioniere genau so wie es soll. Akut infektiöse Mitarbeitende würden herausgefiltert und zum Schutz aller anderen – Patienten wie Kollegen – in Quarantäne geschickt. Doch auch eine andere, wichtige Tatsache werde in diesem Zusammenhang erneut deutlich: „Das Bewusstsein für die Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen wird wieder geschärft – am Arbeitsplatz wie im Privaten“, so Burghardt. Es bleibe auch weiterhin dringend notwendig, sich an die geltenden Abstandsregelungen, das durchgängige Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sowie die Hust- und Niesetikette und das regelmäßige Händewaschen und Lüften zu halten.


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