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Steine und Fäuste fliegen - Massenschlägerei in Peine



Peine

Steine und Fäuste fliegen - Massenschlägerei in Peine


Am Samstag kam es zu Massenprügeleien in der Peiner Innenstadt. Die Polizei musste durch starke Präsenz die Gruppen trennen. Symbolfoto: Werner Heise Foto: Werner Heise

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Peine. Am Samstagabend, um 21.26 Uhr, kam es in Peine, auf der Wiesenstraße, zu einer Auseinandersetzung zwischen acht bis zehn Flüchtlingen mit hauptsächlich syrischem und palästinensischem Hintergrund. Die Situation schaukelte sich später am Bahnhof hoch.



40 bis 50 Personen waren letztlich beteiligt. Aggressive Ansässige formierten sich schnell gegen die Flüchtlinge. Bei der Auseinandersetzung wurde eine Person am Kopf verletzt und mit einem Rettungswagen zum Klinikum Peine gebracht. Über den Hintergrund der handgreiflichen Auseinandersetzung liegen noch keine Erkenntnisse vor, zumal vor dem Eintreffen der Polizei schon ein Teil der Beteiligten den Ort bereits verlassen hatte.

Die Schlägerei geht weiter - Steine fliegen


Gegen 22.56 Uhr wurde die Polizei erneut in die Peiner Südstadt in die Nähe des Bahnhofs gerufen. Hier hatten jetzt circa zehn Personen, darunter sollen auch Beteiligte der ersten Schlägerei gewesen sein, mehrere geparkte Autos beschädigt. Darüber hinaus bewarfen sie auch Bewohner der Südstadt mit Steinen. Bei den betroffenen Südstadtbewohnern handelte es sich um Bürger mit unter anderem türkischem, kurdischem und libanesischem Migrationshintergrund. Aus dieser Situation heraus entwickelte sich eine Schlägerei, an der letztendlich zirka 40 bis 50 Personen beteiligt waren. Als der erste Streifenwagen der Polizei vor Ort eintraf, wurde auch er mit Steinen beworfen.

Polizei muss Unterstützung anfordern


Aufgrund der hohen Anzahl der beteiligten Personen forderte die Peiner Polizei Unterstützungskräfte aus anderen Dienststellen an. Nachdem eine Gruppe der an der Schlägerei beteiligten Personen sich vom Ort fluchtartig entfernt hatte, formierten sich circa 25 bis 30 Personen von Bewohnern der Südstadt, um, wie aus dem Umfeld in Erfahrung gebracht werden konnten, "das Recht in die eigenen Hände zu nehmen".

Die Polizei führte bei diesen Personen Gefährderansprachen durch, die jedoch ignoriert wurde. Polizeilichen Aufforderungen wurden keine Folge geleistet. Vielmehr verhielten sich die Personen äußerst aggressiv gegenüber den einschreitenden Polizeibeamten. Nachdem jedoch immer mehr der angeforderten Unterstützungskräfte vor Ort eintrafen, gelang es der Polizei durch eine starke Präsenz und Feststellung der Personalien eine erneute Eskalation zu verhindern.

Schläger leisten Widerstand


Während der Personalienfeststellung kam es noch zu einer Widerstandshandlung gegenüber der Polizei, worauf eine Person in Gewahrsam genommen wurde. Die Anderen erhielten einen Platzverweis. Durch die weiterhin starke Präsenz der polizeilichen Einsatzkräfte, zerstreute sich letztendlich die Gruppe und es kam zu keinen weiteren Auseinandersetzungen.

Es wurden mehrere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruch, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

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