Region. Das Jahr 2026 begann bereits mit einem tollen Himmelsspektakel: den Polarlichtern. Wer genau hinsah (und ein wenig trickste), konnte die leuchtenden Schleier auch am Nachthimmel der Region bewundern. Und auch in den folgenden Monaten haben Himmelsbeobachter in Deutschland zahlreiche spannende Spektakel zu erwarten – von glitzernden Sternschnuppen über helle Planeten bis hin zu beeindruckenden Supermonden. Wer den Blick nach oben richtet, wird belohnt.
Die unendlichen Weiten des Alls üben seit jeher eine ganz besondere Anziehungskraft auf uns Menschen aus. Vermutlich ist es die reine Neugier auf das Unbekannte, die uns immer wieder den Blick gen Himmel richten lässt. Es sind aber auch die zauberhaften Bilder, mit denen uns das Firmament in klaren Nächten beschenkt und uns immer wieder aufs Neue in Staunen versetzt. Ein Blick in den Astro-Kalender der NASA zeigt, dass wir uns auch in diesem Jahr auf ein paar tolle Ereignisse am Nachthimmel freuen dürfen.
Himmlische Highlights 2026
Nachdem bereits im vergangenen Jahr und auch zu Beginn dieses Jahres viele Menschen in unserer Region gespannt nach schimmernden bunten Lichtern am nächtlichen Himmel Ausschau hielten, stehen die Chancen auf Polarlichter auch für den Rest des Jahres gar nicht so schlecht. Der Grund dafür ist, dass die Sonne sich noch immer in einer Phase extremer Aktivität befindet. Dabei schleudert sie vermehrt geladene Teilchen in Richtung Erde, die beim Auftreffen auf unsere Atmosphäre das faszinierende Leuchten verursachen. Vor allem die Wochen um die Tag-und-Nacht-Gleichen im März und September gelten als statistische Glücksmonate für Nordlicht-Jäger. Auf der Internetseite polarlichter-vorhersage.de gibt es Informationen zur Wahrscheinlichkeit auf Polarlichter.
Die große Planetenparade
Kurz nach Sonnenuntergang am 28. Februar bietet sich ein seltener Anblick im Westen: Gleich sechs Planeten (Merkur, Venus, Neptun, Saturn, Uranus und Jupiter) versammeln sich gleichzeitig am Abendhimmel. Venus, Jupiter, Saturn und Merkur sind dann bei freiem Horizont gut mit bloßem Auge zu erkennen.
Das Treffen der Giganten
Die beiden hellsten Planeten am Firmament – Venus und Jupiter – kommen sich am 8. und 9. Juni extrem nahe. Sie erscheinen am Nachthimmel nur etwa einen „kleinen Finger breit“ voneinander entfernt und bilden ein strahlendes Doppelgestirn.
Die Sonnenfinsternis
Die totale Sonnenfinsternis am 12. August verläuft hauptsächlich über Grönland, Island, Spanien sowie den Nordpolarmeer- und nördlichen Atlantikbereich. In Deutschland wird die Finsternis nur partiell sichtbar sein, wobei etwa 85–90 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt werden. Mit etwas Glück und klarem Himmel ist dieses beeindruckende Naturschauspiel kurz vor Sonnenuntergang zu beobachten.
Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland findet am 3. September 2081 statt.
Sternschnuppennacht
Nur wenige Stunden nach der Sonnenfinsternis erreichen die Perseiden am 12. und 13. August ihren Höhepunkt. Dank Neumond ist es stockfinster – ideale Bedingungen, um bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu zählen.
Die "Beinahe-Totale" Mondfinsternis
In den frühen Morgenstunden des 28. August können wir auch in Deutschland eine partielle Mondfinsternis erleben. Der Mond taucht dann zu 93 Prozent in den Kernschatten der Erde ein. Eine totale Mondfinsternis ist erst am 31. Dezember 2028 zu beobachten.
Funken der Geminiden
Der kräftigste Sternschnuppenstrom des Jahres bringt uns am 13. und 14. Dezember zahlreiche helle Meteore. Es können bis zu 150 gelb-weiße Meteore pro Stunde beobachtet werden.
Ein Supermond zu Heiligabend
Der Vollmond an Heiligabend ist der Erde besonders nah und wirkt dadurch außergewöhnlich groß und hell – ein magischer Begleiter für die Bescherung.
Tipps für die Beobachtung
• Sicherheit zuerst: Auch beim Beobachten der partiellen Sonnenfinsternis am 12. August ist eine zertifizierte Sonnenfinsternisbrille absolute Pflicht.
• Freie Sicht: Suchen Sie sich für Ihre Beobachtungen der Himmelsspektakel einen erhöhten Standort ohne Gebäude oder Bäume im Westen und nutzen Sie Plätze fernab der Stadtlichter.
• Schwache Polarlichter sind oft mit bloßem Auge kaum sichtbar. Mit einer Kamera oder der Smartphone-Kamera lassen sie sich jedoch gut einfangen, wenn das Gerät auf einem Stativ oder einer stabilen Unterlage positioniert wird, der Nachtmodus oder eine Langzeitbelichtung von mehreren Sekunden verwendet und, falls möglich, die ISO-Empfindlichkeit erhöht wird.





