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Strandclub: ADFC fordert „zeitgemäße Abstellmöglichkeiten"

von Nick Wenkel


Der ADFC wünscht sich neue Abstellanlagen für Fahrräder am Strandwolf. Foto: Archiv
Der ADFC wünscht sich neue Abstellanlagen für Fahrräder am Strandwolf. Foto: Archiv Foto: Jan Borner

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01.06.2017

Wolfenbüttel. Der ADFC bemängelt Qualität und Quantität der Fahrrad-Abstellanlagen am „Strandwolf". Die Stellplätze würden keine Standsicherheit liefern und nur bedingt vor Diebstahl schützen. Eine Aufstockung an Abstellmöglichkeiten würde laut ADFC auch die Attraktivität des „Strandwolfs" erhöhen.


Wie der ADFC in seiner Stellungnahmen an die Verwaltung der Stadt Wolfenbüttel erklärt, haben abgestellte Fahrräder derzeit keine Standsicherheit. Daraus resultiere die Gefahr des Verbiegens des vorderen Laufrades. Außerdem könne das Fahrrad nicht angeschlossen werden und sei deshalb nicht gegen Diebstahl durch einfaches Wegtragen zu sichern. Auch die Abstände zwischen den einzelnen Einstellungen sei „viel zu gering", heißt es in der Begründung. Wie der ADFC an vielen Sommertagen bereits beobachten konnte, sei die aktuelle Anzahl an Fahrrad-Stellplätzen „bei weitem nicht ausreichend". Eigenen Angaben zufolge, habe man häufiger mehr als 20 weitere, „wild" abgestellte Fahrräder in diesem Bereich registriert.

„Zeitgemäße Abstellmöglichkeiten"


Kurzfristig solle deshalb für Abhilfe gesorgt werden, um den radfahrenden Gästen „endlich sichere, komfortable und zeitgemäße Abstellmöglichkeiten zu bieten und somit auch die Attraktivität des „Strandwolfes“ für diesen Teil der potentiellen Kundschaft zu erhöhen", erklärt der ADFC. Dies gelte umso mehr, da das nun überarbeitete Betriebskonzept (regionalHeute.de berichtete) explizit durchgeführt werde, um dem Betreiber Sicherheit für notwendige Investitionen in „Renovierungen, Erneuerungen und gestalterische Maßnahmen“ zu geben.

Anzahl der notwendigen Abstellanlagen


Da der Radverkehrsanteil in der Stadt Wolfenbüttel zwischen 15 und 20 Prozent liegen dürfte und das „Radverkehrskonzept“ der Stadt für das Jahr 2020 einen Zielwert von 20 Prozent Radverkehrsanteil nennt, so der ADFC, seien bei der Berechnung des Bedarfs an dieser Stelle die höheren der dort genannten Bedarfskennwerte anzusetzen. Weil dem ADFC aktuellzum „Strandwolf“ jedoch weder die Daten zur Anzahl der Besucherplätze, noch die zur Größe der Flächen des Gastraumes sowie der Freisitzfläche vorliegen, könne man momentan keine Berechnung des Bedarfes präsentieren. Eine ergänzende erhebungsbasierte Bedarfsermittlung wäre hier aber wegen der in der Vergangenheit gemachten Beobachtungen zur Frequentierung der Lokalität durch Fahrradfahrer „in jedem Fall angebracht". Diese könnte jedoch sinnvollerweise erst in den Sommermonaten durchgeführt werden wie dies auch von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Stadtwesen (FGSV) empfohlen werde.

Das wird gefordert:


Wie der ADFC erklärt, gelten auch für diesen Standort die üblichen Qualitätskriterien für Fahrrad-Abstellanlagen. Demnach sollen die Stellplätze ausreichende Seitenabstände und Manövrierfläche aufweisen, um leichtes Ein- und Ausparken, Anschließen und Beladen ohne Beschädigung von Nachbarrädern zu gewährleisten. Wichtig sei es, den abgestellten Fahrrädern festen Halt zu bieten. Das Drehen der Lenksäule und das Wegrollen müsse verhindert werden. Gegen mögliche Diebstähle soll das gleichzeitige Anschließen des Rahmens sowie eines Laufrades ermöglicht werden. Die Stellplätze sollen außerdem Fahrräder mit verschiedenen Abmessungen und Lenkerformen aufnehmen können. Dazu zählen Räder mit Körben, Packtaschen oder Kindersitzen sowie Kinderräder. Besonders wichtig sei es, das Fahrrad nicht zu beschädigen und dass die Anlagen intuitiv handhabbar seien. Der ADFC wünscht sich eine möglichst zeitnahe Umsetzung.

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