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Straßenwidmungen: Gleichstellungsreferat ist unzufrieden



Salzgitter

Straßenwidmungen: Gleichstellungsreferat ist unzufrieden

von Frederick Becker


Nach Ansicht der Gleichstellungsbeauftragten gibt es zu wenig nach Frauen benannte Straßen im Stadtgebiet. Symbolfoto: Alexander Panknin
Nach Ansicht der Gleichstellungsbeauftragten gibt es zu wenig nach Frauen benannte Straßen im Stadtgebiet. Symbolfoto: Alexander Panknin

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Salzgitter. Im aktuellen städtischen Gleichstellungsbericht finden sich kritische Worte zu den Salzgitteraner Straßennahmen: "Ein Blick auf Salzgitters Straßenverzeichnis zeigt überdeutlich, dass Mädchen und Frauen dort kaum positive Salzgitteraner Vorbilder finden, die ihnen die Perspektive aufzeigen, dass auch sie selbst Bemerkenswertes leisten können."



Weiter heißt es in dem Bericht: "Zum einen gibt es ein deutliches Missverhältnis in der Anzahl männlicher und weiblicher Straßennamen, zum anderen waren die so geehrten Salzgitteranerinnen, reich verheiratet, kinderlos gestorben, und hatten ihr Vermögen der Stadt beziehungsweise den Bürger/innen in einer Stiftung vermacht." Ein langfristiges Ziel der Gleichstellungsbeauftragten Simone-Jeanine Semmler sei es gewesen, dieses Missverhältnis zu ändern und idealerweise Straßen eines Neubauvierteles historischen Salzgitteranerinnen zu widmen.

Wie der Bericht erklärt, wurde in der zuständigen Stelle der Verwaltung von der Gleichstellungsbeauftragten, in 2011 angesprochen, dass das Verhältnis von Salzgitteranern zu Salzgitteranerinnen, denen Straßen gewidmet wurden, mehr als unausgewogen sei.


[caption id="" align="alignnone" width="350"]Name einer Salzgitteranerin im Straßen Verzeichnis für Deutschland Grafik: Onlinestreet.de[/caption]

Semmler hatte 2012 die Kampagne mit „Fleur de Sel“ gestartet, um historische Salzgitteranerinnen ins Bewusstsein zu bringen: durch die Ausstellung, die drei Mal gezeigt wurde, sowie gedruckte Stadtführer, durch sogenannte Geo-Caches. Damit wollte sie laut Bericht mittels Internet und GPS gestütztem Spiel eine "niederschwellige Zugangsmöglichkeit zu allen 16 Frauen" einrichten.

Natürlich sei nach erfolgter Widmung des “Frauenviertels“ im Fredenberg das Feiern und Wertschätzen der Verantwortlichen in der Öffentlichkeit sehr ernsthaft betrieben worden, lobt der Bericht.


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