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Streik: Und die Züge fahren doch...



Wolfenbüttel

Streik: Und die Züge fahren doch...

von Werner Heise


Foto: Werner Heise

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Wolfenbüttel. Er bringt Deutschland durcheinander: der Bahnstreik. Seine Auswirkungen bekommen wir auch in Wolfenbüttel zu spüren. Doch während er anderswo für Chaos sorgt, bringt er hier eher Verwunderung mit sich.

An den Gleisen des Wolfenbütteler Bahnhofes informieren digitale Laufschriften über den Streik und seine Zugausfälle. Reisende die auf ihren Zug warten sind rar. Einer von ihnen ist Jacob Brenner. Der 23-jährige Braunschweiger war zu Besuch in der Lessingstadt und will nun mit der Bahn zurück nach Hause fahren. Doch die Anzeige verheißt nichts Gutes. Demnach fällt die Fahrt aus. Auch wenn er den Streik nicht gut heißt, er nimmt es gelassen: "Dann nehme ich halt den nächsten Bus. Ändern kann ich es ja nicht."


Und während wir mit ihm mitten im Gespräch sind passiert das, was uns Verwunderung in die Augen treibt: der Zug fährt planmäßig ein, hält und öffnet seine Türen. Jacob springt rein und ruft: "Die bestreiken scheinbar nur die Verspätung." Die Türen schließen sich. Der Zug fährt ab. Wir bleiben verwundert am Gleis zurück, nur um wenige Minuten später den nächsten Zug, der eigentlich ausfallen sollte, einfahren zu sehen.

Wer bei seiner Reise auf Nummer sicher gehen will, sollte sich heute und in den kommenden Tagen im Internet über den Notfall-Fahrplan informieren. Alle anderen können sich von der Bahn und ihren Lokführern überraschen lassen.


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