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Studenten der TU Braunschweig stellen Entwürfe für Galeria-Gebäude vor



Braunschweig

Studenten der TU stellen Entwürfe für Galeria-Gebäude vor

In einem Seminar haben Studenten der TU Braunschweig neue Entwürfe für das Galeria-Gebäude am Bohlweg entwickelt. Nun können die in einer Ausstellung betrachtet werden.

So könnte nach den Vorstellungen von Studenten der TU das Galeriagebäude am Bohlweg in Zukunft aussehen.
So könnte nach den Vorstellungen von Studenten der TU das Galeriagebäude am Bohlweg in Zukunft aussehen. Foto: TU Braunschweig

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Braunschweig. Studenten der TU Braunschweig haben ihre Entwürfe für eine neue Nutzung des Galeria-Gebäudes am Bohlweg vorgestellt. Mit dabei sind unter anderem Entwürfen für Reallabore, Produktionen und sogar eine landwirtschaftliche Nutzung des ehemaligen Kaufhauses. Die Entwürfe können nun in einer Ausstellung angesehen werden. Das berichtet die TU in einer Pressemitteilung.



Die Schließung eines großen Warenhauses in der Innenstadt müsse nicht immer den Niedergang der selbigen bedeuten, erklärt die TU in ihrer Pressemitteilung. Viel mehr könnten hier auch Chancen entstehen, sofern der Leerstand kreativ genutzt würde. Damit haben sich Lehrende und Studenten des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (GTAS) der Technischen Universität Braunschweig auseinandergesetzt und Zukunftskonzepte für Leerstand im Stadtzentrum entwickelt. In Kooperation mit dem Allgemeinen Konsumverein e.V. zeigten sie ab dem 26. März in Sichtweite zum Kaufhof-Gebäude im ebenfalls leerstehenden Laden Waisenhausdamm 8-11 ihre Arbeiten in der Ausstellung „Institut für öffentliche Angelegenheiten. Galeria Kaufhof“.

Statt des Plans das Gebäude abzureißen und einen Neubau zu errichten, haben knapp 60 Studenten in „Reframe Galeria“ unter der Leitung von Professorin Tatjana Schneider vom GTAS und Professor Norman Hack vom Institut für Tragwerksentwurf (ITE) Entwürfe für alternative Materialkreisläufe, neue Nutzungskonzepte, wie zum Beispiel Co-Working, urbane Landwirtschaft, Wohnen, Kulturzentren oder auf Kita und Bildungseinrichtungen für das Galeria Kaufhof Gebäude entwickelt. Ein Beispiel beschreibt die Studentin Ayat Tarik Kamil in ihrer Arbeit die Gründung des fiktiven Vereins „Reconstruct Lab“. Sie erzählt davon, wie sich nach der Schließung des Warenhauses eine Reihe von Braunschweiger Verbänden und Organisationen zusammenschließen, um eine neue kooperative Entwicklung des Gebäudes ins Leben zu rufen.

Nahversorgung aus dem Kaufhaus?


Im Seminar von Niloufar Tajeri hätten sich die Studenten mit dem Konzept „Andershaus“ beschäftigt. Ein Haus, das weiterhin zur Nahversorgung diene, aber dabei auf Gemeinwohlorientierung, nicht auf kommerzielle Nutzung setze. Sechs Botschaften, Dokumente, Artefakte aus Braunschweig im Jahre 2050 seien im Seminar von Martin Peschken entwickelt worden. Darunter ein Kurzführer zu einem „Museum kommender Zivilisationen“ oder Werbefilme für eine App, mit der man – in Umkehrung der „Punkte in Flensburg“ – Credits für richtiges ökologisches und soziales Verhalten sammeln könne.

Gezeigt würden außerdem eine Reihe von Interviews, die Licia Soldavini mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Soziologie, Lobbyismus, Ökonomie, Architektur, Urbanistik, der kuratorischen Praxis sowie einer Schriftstellerin geführt hat, die sich aus ihren unterschiedlichen Disziplinen heraus mit dem Phänomen und der Herausforderung „Kaufhaus“ befassen.

Die Arbeiten würden vom 26. bis 28. März in einem Raum am Waisenhausdamm ausgestellt. Besucher könnten die Exponate vom Gehweg aus durch das Schaufenster betrachten.


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