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Studierende der Ostfalia in Russland auf Exkursion



Wolfenbüttel

Studierende der Ostfalia in Russland auf Exkursion

von Nick Wenkel


Die Studierenden mit Professor Jürgen Boeckh (hinten re.) am Haupteingang zum Kreml. Foto: Ostfalia
Die Studierenden mit Professor Jürgen Boeckh (hinten re.) am Haupteingang zum Kreml. Foto: Ostfalia

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Wolfenbüttel. Vor wenigen Tagen kehrten sieben Studierende der Fakultät Soziale Arbeit der Ostfalia Hochschule an den Campus Wolfenbüttel zurück. Gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Boeckh hatten sie im Norden Russlands das Pädagogische Institut an der Staatlichen Universität Wologda besucht.



Die Anreise erfolgte über Moskau, wo die Gruppe einen Zwischenstopp auf der Reise in die 2.500 Kilometer entfernte Partnerhochschule einlegte. Dabei nutzten sie die Gelegenheit, sich die großen Wahrzeichen der pulsierenden russischen Metropole anzusehen. Nach Kreml, Rotem Platz mit Basilius-Kathedrale und einem Blick von den Sperlingshügeln, ging esnach einer Übernachtungmit dem Kleinbus weiter ins 500 Kilometer entfernte Wologda - administratives und kulturelles Zentrum des gleichnamigen Oblast (Bundesland).

Austausch mit russischen Studenten


Nach der morgendlichen Stadtführung durch Wologda zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der etwa 300.000 Einwohner zählenden Stadt, fand das erste Zusammentreffen mit russischen Studierenden in der Fakultät Soziale Arbeit statt. In kleinen Gruppen tauschten sich die Studierenden darüber aus, mit welchen Bildern vom jeweils anderen sie in das Treffen gegangen und was ihre Erwartungen an die nächsten Tage sind. Lehrende und Studierende der Fakultät Germanistik übersetzten und auch eigene Englisch- und Russischkenntnisse halfen beim Verstehen. Während ihres Aufenthaltes absolvierten die Studierenden aus Wolfenbüttel einen Praxisbesuch im Familienpädagogischen Zentrum der Stadt. Es bietet zahlreiche soziale Dienste für Familien an und ist durch eine deutsch-russische Kooperation mehrerer Einrichtungen vor mehr als 20 Jahren entstanden.

Inklusion im Fokus


In den darauf folgenden Tagen war für die Studierenden das Thema Inklusion Programm. Dies beinhaltete den Besuch von Vorträgen über das russische bzw. deutsche System der Behindertenhilfe sowie Berichte russischer Studierender über einschlägige Praxisprojekte. Es folgte der Besuch einer Fachschule für traditionelles russisches Handwerk, in der auch integrative Klassen geführt werden, die Besichtigung eines Heims für Menschen mit geistiger Behinderung sowie des lokalen Freilichtmuseums, das einen eindrucksvollen Einblick in das bäuerlichen Leben des russischen Nordens freigab. Kulturell endete die Exkursion der Studierenden mit dem Besuch eines Wehrklosters in Kirillow, das wertvolle Ikonen beherbergt und der Besichtigung der weltberühmten Dionysius-Fresken (Weltkulturerbe) im ehemaligen Männerkloster in Ferapontowa.

„Koffer voller Eindrücke"


Am vergangenen Wochenende ging es für die Gruppe zurück nach Deutschland. „Die Studierenden bringen einen Koffer voller Eindrücke mit nach Hause. Neben dem hohen fachlichen Engagement, das wir in den Einrichtungen und an der Partnerhochschule erfahren konnten, beeindruckte uns vor allem die herzliche und offene Art mit der wir überall begrüßt wurden. Wir durften nicht nur die sprichwörtliche russische Gastfreundschaft erleben, darüber hinaus sind auch viele neue Kontakte und Freundschaften entstanden. Wir sind ganz sicher, dass der Abschied nur der Anfang von vielen neuen Begegnungen sein wird“, sagt Boeckh – und denkt dabei an das Wintersemester 2017/2018. Denn anlässlich eines gemeinsamen trinationalen Seminars in Wolfenbüttel werden Studierende aus Wologda und eine Gruppe aus Preston erwartet. Interessierte können sich noch anmelden. Weitere Informationen: Prof. Dr. Jürgen Boeckh, j.boeckh@ostfalia.de, Telefon 05331/37110.


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