Braunschweig. Die Absolventinnen und Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2023 der Technischen Universität Braunschweig haben im Rahmen der bundesweiten Absolventenstudie KOAB ihre Studien- und Berufssituation bewertet. Die Befragung fand rund eineinhalb Jahre nach dem Studienabschluss statt, heißt es in einer Pressemitteilung der TU.
Die Mehrheit der Befragten zeigte sich zufrieden mit den Studienbedingungen. Die fachliche Qualität der Lehre bewerteten 82 Prozent als sehr gut. Auch die fachliche Betreuung durch Lehrende sowie Aufbau und Struktur des Studiums erhielten überwiegend sehr gute Bewertungen.
Studienverlauf und Abschlussdauer
Rund 73,5 Prozent der Befragten schlossen ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester ab. Gründe für längere Studienzeiten waren vor allem pandemiebedingte Verzögerungen, die Abschlussarbeit sowie hohe Anforderungen im Studium.
Optimierungspotenzial bei Praxisbezug
Verbesserungsbedarf wurde insbesondere bei praxis- und berufsbezogenen Elementen gesehen. Pflichtpraktika bewerteten 45 Prozent der Absolventinnen und Absolventen als (sehr) gut, die Berufsvorbereitung lediglich 26 Prozent. Lehramtsabsolventinnen und -absolventen gaben an, dass Anwendungsbeispiele und fachdidaktische Inhalte seltener vermittelt wurden als theoretische Grundlagen, obwohl diese für den späteren Beruf als besonders relevant eingeschätzt wurden.
Berufseinstieg und Beschäftigung
Der Berufseinstieg verlief überwiegend zügig. Rund zwei Drittel der Befragten fanden innerhalb von ein bis drei Monaten nach dem Abschluss eine Beschäftigung, etwa drei Viertel davon in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Über 60 Prozent arbeiteten in regulären Beschäftigungsverhältnissen und lagen damit über dem Durchschnitt vergleichbarer Universitäten.
Branche, Einkommen und regionale Bindung
Die meisten Absolventinnen und Absolventen waren im verarbeitenden Gewerbe, in der Industrie oder im Bau tätig, häufig in technischen Funktionen. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen lag über dem Vergleichswert ähnlicher Hochschulen. Rund zwei Drittel blieben nach dem Abschluss in Niedersachsen, vor allem in der Region Braunschweig und Hannover.

