"Stunde der Gartenvögel": Das sind die Ergebnisse

Bei der 16. bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ waren die Menschen aufgerufen, Vögel zu zählen. Nun liegen die ersten Zwischenergebnisse vor.

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Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Pixabay

Region. Bereits zum 16. Mal hatte der NABU dazu aufgerufen, bei Deutschlands größter Vogelzählung mitzumachen. Nun liegen nach dem Zählwochenende vom 9. bis 11. Januar die ersten Zwischenergebnisse vor.



Die Beteiligung sei höher gewesen als im Vorjahr, wie der NABU auf seiner Homepage schreibt. Aus über 86.000 Gärten und Parks seien Meldungen eingegangen. Allerdings seien etwas weniger Vögel als 2025 gezählt worden – laut NABU beträgt der Rückgang durchschnittlich 2,3 Prozent. Bei den gemeldeten Arten liege der Haussperling knapp vor der Kohlmeise auf dem ersten Platz. Ebenfalls in den Top 5 der gemeldeten Wintervögel sind demnach Blaumeise, Amsel und Feldsperling. Der Eichelhäher sei im Vergleich zum Vorjahr seltener gesichtet worden – hier vermutet der NABU allerdings, dass dieser in den Wäldern genug Futtervorräte für den Winter finden konnte und sich deshalb weniger in den Gärten zeigt.

Spatz in Not?


Der nur knappe Vorsprung des Haussperlings könnte einen rückläufigen Bestandstrend im Siedlungsbereich andeuten, so der NABU. Dies würden auch aktuelle Meldungen aus deutschen Städten nahelegen – so seien aus der einstigen Spatzenhauptstadt Berlin 45 Prozent weniger Haussperlinge gemeldet worden. Als Gründe für den Rückgang führt der NABU Wohnungsnot und Nahrungsmangel an. Häufiger gemeldet worden sei in diesem Jahr dafür die Schwanzmeise.

Wer seine Daten vom Zählwochenende noch nicht gemeldet hat, kann dies übrigens noch bis zum 19. Januar nachholen.