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Stunde der Gartenvögel: Erster Trend

von Alexander Panknin


Kindergruppe beobachtet Vögel. Foto: NABU; F. Fender
Kindergruppe beobachtet Vögel. Foto: NABU; F. Fender Foto: NABU/ F.Fender;

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16.05.2017

Region. Heute hat der NABU in Südost-Niedersachsen einen ersten Trend zur NABU-Mitmachaktion "Stunde der Gartenvögel" gezogen: Schwalben und Mauersegler scheinen sich zu erholen!



Am Muttertags-Wochenende wurden Vogelfreunde auch in Südost-Niedersachsen zum dreizehnten Mal aufgerufe, alle innerhalb einer Stunde gezählten Gefiederten im Garten, Kleingarten oder Park zu notieren und an den NABU zu melden.

Schönes Frühlingswetter mit nur wenig Regen machte es leicht, eine geeignete Zählstunde zu finden. Bis Dienstagmorgen haben in der Region über 439 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel aus 302 Gärten und Parks mehr als 12.000 beobachtete Vögel gemeldet. Häufigste Art ist wie auch bereits 2016 in unserer Region der Haussperling, gefolgt von Amsel und Star. Interessant ist auch, dass die Amsel in mehr als 95 Prozent der Gärten vertreten ist und damit den höchsten Verbreitungswert aller Piepmätze erreicht. Zum Vergleich: Der Haussperling ist in nur knapp 65 Prozentder Gärten gezählt worden.

Mehr Schwalben und Mauersegler


Erste Trends zur bundesweiten NABU Stunde der Gartenvögel lassen sich auch in Südost-Niedersachsen im Hinblick auf manche Vogelarten ablesen: Wie auch bundes- und landesweit wurden bislang im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Mehlschwalben und Mauersegler gemeldet. Jahrelang nahmen die Beobachtungen seit dem Beginn der Aktion nahezu kontinuierlich ab. Diese Talfahrt scheint erst einmal gestoppt. Momentan liegen die Werte der Mehlschwalben um 40 Prozent und die der Mauersegler um 24 Prozent über dem Vorjahr, daran wird sich wohl nichts Grundlegendes mehr ändern. Leider reicht dieses Hoffnungszeichen noch nicht, um den langjährig abnehmenden Trend umzukehren.


Marlies Gräwe, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen bei der Stunde der Wintervögel. Foto: Alexander Panknin



"Wir bekommen durch diese Aktion Hinweise auf Trends bei den Garten- und Parkvögeln unserer Heimat und merken, dass sich viele Menschen intensiv mit der Vogelwelt, der Natur und dem Naturschutz beschäftigt haben. Und ein umweltpädagogischer Effekt ist auch noch gleich dabei: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die Vogelarten voneinander zu unterscheiden. Ein wunderbarer Aspekt in Zeiten schwindender Artenkenntnis! Denn nur was ich kenne, kann ich auch schützen!", begründet Marlies Gräwe, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, die Aktion.


Vergleich zur Winterzählung


Besonders interessant sind die Ergebnisse auch in Hinblick auf die zuletzt stattgefundene Winterzählung im Januar 2017. Hier hatte der NABU festgestellt, dass sonst häufig vorkommende Vögel wie Kohl- und Blaumeise oder auch Haussperling im Gegensatz zum Vorjahr abgenommen haben. Die Meldungen von Blau- und Kohlmeise in der Region schwanken zur Zeit sehr stark, es bleibt daher sehr spannend. Gewinner der diesjährigen Zählung könnten Mehl- und Rauchschwalbe sowie der Mauersegler sein, die momentan ein starkes Plus aufweisen. So könnte die Mehlschwalbe, die letztes Jahr noch auf dem vierzehnten Rang lag, aktuell auf den zehnten Platz vorrücken.

"In der Rangfolge können sich", erläutert Marlies Gräwe, "durchaus noch Verschiebungen ergeben. Beobachtungen können noch bis einschließlich 22. Mai online oder postalisch gemeldet werden." Die Beobachtungen könnenfleißige Zählerbis dahin per Post (NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin) oder einfach im Internet melden unter http://niedersachsen.nabu.de/aktionen/sdg/ oder auch unter www.stundedergartenvoegel.de .

Die Ergebnisse


Die einzelnen Zählergebnisse findenSie, sortiert nach Vogelart oder Landkreis, auf derInternetseite des NABUunter:
Stunde der Gartenvögel




Kleine Vogelbeobachter ganz fleißig. Foto: NABU/ S. Hennigs


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