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Südstadt: Streetworker soll für Frieden sorgen



Peine

Südstadt: Streetworker soll für Frieden sorgen

von Frederick Becker


Die Gegend um den Peiner Bahnhof wurde in den vergangenen Monaten mehrfach von Unruhen erschüttert. Foto: Frederick Becker
Die Gegend um den Peiner Bahnhof wurde in den vergangenen Monaten mehrfach von Unruhen erschüttert. Foto: Frederick Becker Foto: Frederick Becker

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Peine. Die Südstadt hat professionelle Betreuung nötig. Die Stadtverwaltung will deshalb dem Caritasverband eine anteilige Personalkostenbezuschussung für die Einstellung eines Streetworkers gewähren. Der Rat wird auf seiner Sitzung am morgigen Donnerstag über die Angelegenheit abstimmen.



Die Stelle soll auf zwei Jahre befristet sein und jährlich mit insgesamt etwa 66.000 Euro finanziert werden. Der Anteil der Stadt soll davon 26.400 Euro und des Landkreises Peine 39.600 Euro betragen und in entsprechender Höhe an den Caritasverband bezuschusst werden.

Die Stadt will die Situation entschärfen



Die Verwaltung erklärt in der entsprechenden Ratsvorlage, dass es "in den zurückliegenden Monaten, insbesondere an den Tagen des 25. März 2017 und 31. August 2017 in den Bereichen der Peiner Südstadt und um den Peiner Bahnhof herum massive Auseinandersetzungen von etwa 40 bis 50 größtenteils jugendlichen Peinern unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen" gegeben habe. Das hätte zu einer "erheblichen Irritation und Verunsicherung" in der Peiner Bevölkerung geführt. "Leider gab es aufgrund von Veröffentlichungen in den sozialen Medien auch eine starke überörtliche Medienaufmerksamkeit, die dem Image der Stadt Peine abträglich war."

Im Nachgang habe es "mehrere Gesprächsrunden mit Verantwortlichen der staatlichen Stellen (Stadt, Landkreis und Polizei), den beteiligten Gruppen und etwaigen Multiplikatoren gegeben, "um zu ergründen, welche Möglichkeiten zur schnellstmöglichen Deeskalation und Prävention ergriffen werden sollten."

Sprache und Arbeit sind der Schlüssel zur Integration



Es habe Einigkeit unter den Gesprächsteilnehmern bestanden dass es für das "gesellschaftliche Miteinander und den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft essentiell notwendig ist, die zu uns geflüchteten Menschen schnellstmöglich in unsere Kultur zu integrieren", so die Verwaltung. Die beste Möglichkeit dieser Integration sei die Vermittlung von Sprachkenntnissen und Arbeit.

"Um die notwendigen Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, soll in Form der aufsuchenden Jugendarbeit für Jugendliche unterschiedlicher ethnischer Gruppen, mit dem Fokus auf auffällige junge männliche Flüchtlinge, beim Caritasverband Peine die Stelle eines Streetworkersgeschaffen werden."

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