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"Tag der deutschen Zukunft" - Was erwartet die Stadt?

von Sandra Zecchino


Eine Teilnehmerzahl der  Demo im mittleren dreistelligen Bereich wird erwartet. Foto: Anke Donner
Eine Teilnehmerzahl der Demo im mittleren dreistelligen Bereich wird erwartet. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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17.05.2018

Goslar. Seit längerem hält der Naziaufmarsch "Tag der deutschen Zukunft", der am 2. Juni stattfinden soll, die Stadt in Atem. Ein breites Bündnis gegen Rechts hat sich gefunden, und die Stadt hat klar Stellung gegen den Neonazi-Aufmarsch bezogen. Nun fragten die Grünen im Landtag beim Ministerium für Inneres und Sport nach, was auf die Stadt zukommen werde.



Bei dem "Tag der deutschen Zukunft" handele es sich um eine zentrale Kampagne der neonazistischen Szene in Deutschland und stelle einen bundesweiten Aktionstag der rechten Szene dar, antwortet das Niedersächsische Innenministerium. Erfahrungsgemäß werden an der Veranstaltung unter anderem Aktivisten Freier Kameradschaften, Mitglieder der Jungen Nationalisten (JN), der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und der Partei DIE RECHTE teilnehmen. Im Jahr 2016 fand der „Tag der deutschen Zukunft“ in Dortmund statt und habe dort mit etwa 900 Teilnehmern seinen bisher größten Zulauf verzeichnet. Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden werde zu dem diesjährigen „Tag der deutschen Zukunft“ eine Teilnehmerzahl im mittleren dreistelligen Bereich erwartet, so das Innenministerium.

Daneben habe sich ein „Bündnis gegen Rechtsextremismus“ aufgestellt, dessen Proteste und Veranstaltungen in der Vorwoche sowie am 2. Juni selbst stattfinden werden. Unter anderem seien eine Versammlung des Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus und ein Konzert angezeigt worden. Für den Veranstaltungstag wird derzeit von zirka 3.000 dazugehörigen Teilnehmern ausgegangen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten, dass insbesondere Personen anreisen, die autonomen Gruppen zuzurechnen seien. Dabei sei der Tenor aus den bisher bekannten Internetaufrufen, den "Tag der deutschen Zukunft" zu verhindern und sich ihm in den Weg zu stellen.

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