Wolfsburg

„Tag der Niedersächsin“: Politische Partizipation von Frauen


Darstellung: Stadt Wolfsburg
Darstellung: Stadt Wolfsburg

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26.08.2017

Wolfsburg. Anlässlich 100 Jahren Frauenwahlrecht widmen sich das Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg, die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) sowie der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. (LFRN) beim ‚Tag der Niedersächsin‘ vom 01.-03. September dem Thema „Politische Partizipation von Frauen“.



Das Frauenwahlrecht wurde im November 1918 durch den Rat der Volksbeauftragten in Deutschland eingeführt. Der lange Kampf der Frauenverbände um das Frauenwahlrecht war erfolgreich und Frauen konnten in Deutschland bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 erstmals auf nationaler Ebene ihr Wahlrecht nutzen. Seitdem sind fast 100 Jahre vergangen und noch immer sind die politischen Gremien auf kommunaler, Landes- und Bundesebene nicht paritätisch besetzt. Landesfrauenrat und lag setzten sich daher für die Änderung des Wahlgesetzes und ein Parité-Gesetz nach französischen Vorbild ein.

Geringe Beteiligung von Frauen in Parlamenten


„Die mangelnde Heranziehung von Frauen in öffentlichen Ämtern und ihre geringe Beteiligung in den Parlamenten ist doch schlicht Verfassungsbruch in Permanenz", kritisierte eine der vier „Mütter“ des Grundgesetztes Elisabeth Selbert bereits 1981 den geringen Anteil von Frauen in Parlamenten. Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg, freut sich, dass Ministerin Rundt und weitere namhafte Politikerinnen sich die Zeit nehmen, mit den frauenpolitischen Organisationen Niedersachsens über die politische Teilhabe von Frauen zu diskutieren: „Schon lange sehen wir, dass der Frauenanteil in den politischen Gremien wie es Stadtrat, Landtag oder Bundestag sind, weitaus geringer als der der Männer ist. Im Bundestag liegt er zum Beispiel bei zirka 36 Prozent, im niedersächsischen Landtag sogar bei unter 30 Prozent, und auch im Wolfsburger Stadtrat überspringt der Frauenanteil nicht die 40 Prozent-Hürde. Wir wollen daher unter anderem wissen, welche Ideen es gibt, dieses Ungleichgewicht künftig zu verändern.“

Die Talkrunde „100 Jahre Frauenwahlrecht und politische Partizipation von Frauen heute“ findet am 02. September um 12.30 Uhr bei den Infoständen LFRN / lag auf der Info- und Erlebnismeile auf der Porschestraße 35 (auf Höhe dm) statt.


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