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Tag des offenen Denkmals

von Robert Braumann


Am Sonntag, 11. September können interessierte Bürgerinnen und Bürger auch in Braunschweig einiges erleben, Foto: Archiv
Am Sonntag, 11. September können interessierte Bürgerinnen und Bürger auch in Braunschweig einiges erleben, Foto: Archiv Foto: Sina Rühland

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11.09.2016

Braunschweig. Zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals unter dem Motto "Gemeinsam Denkmale erhalten" am Sonntag, 11. September können interessierte Bürgerinnen und Bürger auch in Braunschweig denkmalgeschützte Bauten besichtigen. Das Programm bietet in Braunschweig acht Objekte.



Neben Gebäuden wie dem Altstadtrathaus, dem Dom St. Blasii, der Friedenskapelle Helmstedter Straße oder den schon sanierten Kemenaten (Jakob-Kemenate und Kemenate Hagenbrücke), die ganzjährig zu bestimmten Öffnungszeiten offen stehen, wurden auch Objekte ins Programm genommen, die nur an diesem Tag des offenen Denkmals für eine breite Öffentlichkeit zugänglich sein werden. Dazu zählt die St. Leonhard Kapelle (Leonhardstraße 43). Sie ist am 11. September von 11 bis 16 Uhr geöffnet, außerdem lädt die dort ansässige Christengemeinschaft für 10 Uhr zum Gottesdienst in die Kapelle ein. Hier ist jeder Besucher willkommen. Spezielle Führungen finden um 12 und um 14 Uhr statt. Eine weitere versteckte, von außen nicht sichtbare Kemenate kann in der Steinstraße 3 von 10:30 bis 17 Uhr besichtigt werden. Führungen des Stadtteilheimatpflegers Innenstadt, Elmar Arnhold, finden um 11, 14 und 16 Uhr statt.

Das Referat Stadtbild und Denkmalpflege beteiligt sich wie in den Jahren zuvor auch diesmal mit einem eigenen Projekt. In Kooperation mit dem Eigentümer Stephan Gmyrek kann das Gebäude Humboldtstraße 27/Kasernenstraße 20, die Gaststätte „Lindenhof“, von 11 bis 15 Uhr besichtigt werden. Die Besonderheit bei diesem Gebäude besteht einerseits in dem Zusammenspiel Gaststätte und Veranstaltungssaal – er ist ebenfalls zugänglich -, zum anderen ist dieses Gebäude eines der wenigen Jugendstilbauten in Braunschweig. Das besondere Augenmerk wird daher bei den Führungen um 11:30, 12:30 und 14:30 Uhr auf den Details dieser Stilepoche in der Bauausführung des zum Teil frisch sanierten Gebäudes liegen. Das komplette Programm ist im Internet unter dem Link www.braunschweig.de/denkmaltag einzusehen. „Gerade im Bereich Denkmalschutz ist ein partnerschaftliches Miteinander besonders wichtig“, sagt der Leiter des Referats Stadtbild und Denkmalpflege, Klaus Hornung. „Privates und öffentliches Engagement müssen zusammenkommen, um wertvolle bauliche Denkmalsubstanz zu erhalten. Das gilt zum einen natürlich inhaltlich – oft geht der Umsetzung bzw. der Sanierung ein intensiver Abstimmungsprozess zwischen den privaten Bauherren und den Behörden voraus.“

Klaus Hornung weiter: „Dieses intensive Zusammenarbeiten gilt aber insbesondere auch für die Finanzierung. Einem oftmals sehr großen privaten Engagement des Bauherrn steht in vielen Fällen auch ein öffentliches Engagement in Form von Fördermitteln gegenüber. Fördermittel helfen Mehraufwendungen z. B. für spezielle denkmalgerechte Holzfenster oder historische Dacheindeckungen zu finanzieren. Steuervergünstigungen für Erhaltungsmaßnahmen an Baudenkmalen sind ein zweites Instrument, das historische Erbe bewahren zu helfen. Partner im Sinne der Denkmalerhaltung sind natürlich auch Verbände und Stiftungen, die sich vielfältig, gerade im Bereich der Förderung, mit einbringen. Und nicht zu vergessen sind die zahlreichen ehrenamtlichen Unterstützer, beispielsweise die Heimatpfleger.“


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