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Tanz und Musik aus drei Kontinenten: Kinder begeisterten sich für interkulturelles Projekt

Die Sophia Bildungsgesellschaft hat in den letzten Monaten zwei Work Out Camps angeboten, um Kinder zwischen neun und zwölf Jahren für Musik, Tanz und Akrobatik aus verschiedenen Kulturkreisen zu begeistern.

Beim Corona-Tanz durften auch die Kleinen mitmachen.
Beim Corona-Tanz durften auch die Kleinen mitmachen. Foto: Rudolf Karliczek

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31.08.2020

Salzgitter. POP Worldwide – unter diesem Titel hatte die Sophia Bildungsgesellschaft in den vergangenen Monaten zwei musikalische Work Out Camps für Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren veranstaltet. Am letzten Samstag kam das Projekt mit einer Freiluft-Aufführung im Suthwiesenviertel zum Abschluss. Etwa 25 Mädchen und Jungen zeigten, was sie in Tanz und Akrobatik, im Singen und Musizieren gelernt hatten. Umrahmt wurde die kurzweilige Veranstaltung von den Klängen des Ensembles der Alevitischen Gemeinde Salzgitter und von Tanz und Musik aus Afrika, dargeboten von den Sophia-Akrobaten aus Tansania.


Online-Kurse im Corona-Lockdown


Die erste Workshopphase fiel noch in den Höhepunkt des Corona-Lockdowns, sodass der gesamte Unterricht auf Online-Basis abgehalten werden musste. In kleinen Lernvideos machte das Dozenten-Team die Kinder mit Basis-Übungen für Stimme und Perkussion sowie für einzelne Instrumente vertraut. Hinzu kamen Schrittfolgen von Tänzen aus Europa, Afrika und dem Orient. Überhaupt war Interkulturalität das bestimmende Element der gesamten Maßnahme. POP-Kultur nicht nur im westlich-geprägten Sprachgebrauch, sondern im ursprünglichen Sinne von populär, also volkstümlich. Was bedeutet Musik und Tanz im Orient? Wie bestimmen traditionelle Lieder das soziale Leben in Afrika? Und wie ist es eigentlich um die deutsche Volksmusik bestellt? Gibt es da außer Schlagern und dem Fernsehgarten noch etwas anderes? Viele, viele Fragen, taten sich auf.

Die Kinder nahmen begeistert alles auf, was ihnen die Langeweile während der langen Zeit der Schulschließung vertrieb. Es konnten im Frühjahr die kleinen Vorgarten-Konzerte und der geplante Straßenumzug durch das Suthwiesenviertel nicht stattfinden, zu sehr hatte Corona noch den Alltag bestimmt. Ein einziger Versuch der Projektleitung scheiterte nach wenigen Minuten, da von der Nachbarschaft die Polizei alarmiert worden war. Die Situation hatte sich zum Ende des Schuljahrs mehr und mehr entschärft, sodass einiges der ursprünglichen Planung nachgeholt werden konnte.

Präsenz-Unterricht in den Sommerferien


In den Sommerferien wurde mit den Kindern dann wieder im Präsenz-Unterricht gearbeitet – unter strenger Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln, die von der Niedersächsischen Landesregierung vorgegeben waren. Projektleitung und Dozenten-Team waren beeindruckt von der Begeisterungsfähigkeit der Mädchen und Jungen, denen man anmerkte, wie sehr sie sich über die Angebote der Freizeitgestaltung freuten. Viele von ihnen hatten sich für beide Work Out Camps angemeldet. Die Maßnahmen, die die Sophia Gesellschaft zusammen mit ihren beiden Kooperationspartnern, der Alevitischen Gemeinde Salzgitter und dem Karateklub Eagle Fighters, beim Bundesverband Popularmusik beantragt hatte, wurde aus dem Programm „Kultur macht stark“ gefördert.


Alevitische Musik aus der Tradition Anatoliens. Foto: Rudolf Karliczek




Im Trommel-Workshop. Foto: Rudolf Karliczek


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