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Teich in Wendessen renaturiert - Ein Habitat für die Tierwelt



Wolfenbüttel

Teich in Wendessen renaturiert - Ein Habitat für die Tierwelt

Viele Hände packten mit an um aus dem stinkenden Morast einen Tummelplatz für Tiere zu machen - Mit Erfolg.

Die Beteiligten des Projektes vor dem renaturierten Teich in Wendessen.
Die Beteiligten des Projektes vor dem renaturierten Teich in Wendessen. Foto: Stadt Wolfenbüttel/Frank Schildener

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Wolfenbüttel. Zuletzt war der unweit des Ahlumer Baches außerhalb Wendessens gelegene Teich vollständig zugewachsen. Es stank fürchterlich, erinnerte sich Nachbarin Corinna Weiß beim Vor-Ort-Termin am vergangenen Dienstag. Das lag am Schwefelwasserstoff in dem umgekippten Gewässer, berichtete Herbert Weich, ehemaliger Biologe und zusammen mit Fritz Schultze Jagdpächter auf dem städtischen Grundstück. „Noch zehn Jahre und der See wäre verschwunden gewesen“, so Schultze. Weich hatte schließlich die Idee, den Teich zu renaturieren. Über diese Erfolgsstory berichtet die Stadt Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung.



Heute ein ganz anderes Bild. Ein Eisvogel flitzt über das Wasser, hin und wieder ist ein kleiner Fisch unter der Wasseroberfläche zu sehen. Lurche, Frösche und Kröten haben ihn bereits als Laichgewässer unweit Wendessens entdeckt. „Wir haben lange eine Firma gesucht, die uns helfen kann und dann versucht, Geld aufzutreiben“, erzählte er. Fast zwei Jahre habe es gedauert, bis der Teich fertig war. „Die Stadt hat die Baumarbeiten übernommen, die zuständigen Behörden und auch die Nachbarn mussten zustimmen“, erzählte er. „Die Cremlinger Firma Grasshoff hat mit zwei Baggern den Schlamm aus dem Teich gebaggert, nachdem das Wasser abgepumpt war“, berichtete er weiter. Das sei ein Problem gewesen, da es nicht in den benachbarten Bach habe abgepumpt werden dürfen. Jetzt sei das meiste geschafft, sagte er.

Frosch, Kröte und Eisvogel


Im Januar und Februar seien die Baum- und Baggerarbeiten durchgeführt worden. „Das war wichtig. Ab März bekamen wir die ersten Amphibien im Teich zu sehen. Er wurde von Wasserfröschen und Kröten super angenommen“, freute sich der Biologe. Jetzt sieht er wieder gut aus, hat zirka einen halben Meter Wassertiefe. „Wenn die benachbarte Pferdekoppel unter Wasser steht, fließt das durch die Böschung in den Teich ab“, erklärt Schultze. „Wichtig ist, dass wir von März bis Juni ungefähr einen halben Meter Wassertiefe haben. Dann kommen die Amphibien zum Laichen“, so Weich. Im Wasser befinden sich Biotopfische, gerade klein genug, dass sie den Amphibienlaich nicht fressen. Sie dienen als Beute zum Beispiel für den Eisvogel. „Zwei haben wir hier schon gesehen“, freut sich Weich.


„Wir möchten, dass der Teich ganz der Natur überlassen wird“


Wie soll es mit dem Teich weiter gehen? „Wir möchten, dass der Teich ganz der Natur überlassen wird“, sagte Wendessens Ortsbürgermeister Klaus-Martin Jungkurth. Pflegemaßnahmen sollen umsichtig und so sparsam wie möglich erfolgen, eine Zuwegung von außen solle es nicht geben. Rund 10000 Euro hat die Maßnahme gekostet. Sie wurde von der Stiftung Zukunftsfonds Asse und der Curt Mast Jägermeister Stiftung gefördert.


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