Testessen: Der Weg nach Bornum lohnt sich!

von Marc Angerstein


Unsere Testesser waren in Bornum am Elm. Landschaftlich sehr schön gelegen, zwischen Braunschweig und Helmstedt, und einen Besuch wert: Gutes Essen - gute Preise. Fotos: Marc Angerstein
Unsere Testesser waren in Bornum am Elm. Landschaftlich sehr schön gelegen, zwischen Braunschweig und Helmstedt, und einen Besuch wert: Gutes Essen - gute Preise. Fotos: Marc Angerstein | Foto: Marc Angerstein



Königslutter. Wer denkt, das Hotel-Restaurant "Zum Weißen Roß" an der Landstraße 8 in Bornum am Elm, wäre so ein typischer Gasthof auf dem Dorf, ist völlig falsch gewickelt. Unsere Testesser erlebten in Bornum wirklich ein Restaurantfeeling und waren von Qualität des Essens und vom Preis-Leistungsverhältnis positiv überrascht. 

Die Einrichtung des "Gastraums" erinnert schon ein wenig an Dorfgasthof und auch die Bedienung war dörflich-hemdsärmlich - immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen. Dies wirkte authentisch. Alle Tische waren nicht nur  besetzt, immer ein gutes Zeichen für Qualität - sondern auch mit weißen Tischtüchern bedeckt. Kaum bestellt, stand auch schon Brot mit hausgemachtem Schmalz darauf. Alle im Haus servierten Fleischgerichte stammen laut Karte aus eigener Schlachtung und die Tiere von Bauernhöfen aus Bornum und Nachbardörfern aus dem Elm-Lappwald.  Schon der Herzog von Braunschweig wusste diesen besonderen Platz zu schätzen und unterstützte höchst persönlich den Bau der Gastwirtschaft „Zum weißen Roß“ im Jahr 1807, wie in der Speisekarte stolz berichtet wird.


Foto: Marc Angerstein



Als ersten Gang bestellten wir eine "Bornumer Hochzeitssuppe", nach traditionellem Familienrezept. Kräftig im Geschmack, aber nicht überwürzt. Spätestens beim Genuss der Fleischklößchen und dem Eierstich wäre auch dem Laien klar gewesen, diese Suppe ist wirklich hausgemacht. Und der Preis unschlagbar: 3,30 Euro.


Foto: Marc Angerstein



Wer Fleisch liebt, ist in Bornum genau richtig. So haben sich auch unsere Testesser für ein "Ochsenkotelett - dry aged" entschieden. 600g Rohgewicht vom Limousinrind, acht Wochen gereift und auf den Punkt gegart. Dazu kann der Gast zwischen Salat und Grillgemüse wählen.


Foto: Marc Angerstein



Falls man davon nicht schon satt wird, kann zusätzlich eine Kartoffelbeilage nach Wahl dazu gewählt werden. Wir haben uns für klassische Pommes frites entschieden. Übrigens auch super, nicht vor Fett triefend, heiß und kross. Außerdem gab es eine (wohl auch) hausgemachte Grillsoße und definitiv hausgemachte Kräuterbutter dazu. Beide waren völlig unkompliziert nachzubestellen und sehr lecker. Der Preis: 34,90 Euro. Jeder Bissen war dieses Geld wert.


Foto: Marc Angerstein



Als Dessert wurde ein hausgemachter Apfelstrudel auf Vanillesoße mit Sahne und Vanilleeis serviert. Für knapp sieben Euro ein Genuss. Mit etwas Puderzucker dekorativ  abgestreut und nicht so süß. Als Besonderheit überraschte unsere Testesser, dass keine Rosinen im Strudel verarbeitet wurden, sondern Cranberrys.

In der Speisekarte fanden sich auch mehrere gute Weine und eine reichliche Auswahl an Bieren. Unsere Testesser waren sich schnell einig: Der Weg nach Bornum hat sich gelohnt. Gutes Essen - gute Preise! Durchaus empfehlenswert. Das Hotel-Restaurant "Zum weißen Roß" bekommt deshalb vier von fünf möglichen Lecker-rrrr. Wäre das Interieur, die Anmutung und die Dekoration etwas zeitgemäßer und moderner, hätte dieses Testessen auch locker für fünf Lecker-rrrrr gereicht.


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