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Testlauf im Wasserwerk: Das Trinkwasser wird härter

Ab 10. August wird zum Beispiel ein Szenario getestet, falls es zu einer unterbrochenen Wasserversorgung aus dem Harz kommt.

Das Wasserwerk Bienroder Weg.
Das Wasserwerk Bienroder Weg. Foto: BS Energy

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03.08.2020

Braunschweig. Vom 10. bis zum 16. August wird das Wasserwerk Bienroder Weg einem Belastungstest unterzogen und eine Woche lang unter Volllast betrieben. In dieser Zeit wird dem Braunschweiger Trinkwasser mehr Grundwasser zugemischt als üblich. Dies führt zu einem vorübergehenden Anstieg der Wasserhärte. Das berichtet BS Energy in einer Pressemitteilung.


"Das Wasser entspricht nach wie vor der aktuell gültigen Trinkwasserverordnung und unseren hohen Qualitätsansprüchen", versichert das Unternehmen. Der Testlauf werde wissenschaftlich begleitet. Er dient dazu, Erkenntnisse zu den Auswirkungen einer erhöhten Grundwasserförderung auf die Trinkwasserversorgung zu erhalten, denkbar beispielsweise im Fall einer zeitweise eingeschränkten oder zeitweise unterbrochenen Versorgung aus dem Harz.

Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel werden nicht erwartet


Während des einwöchigen Testlaufs werden im Wasserwerk Bienroder Weg insgesamt zirka 150.000 Kubikmeter Wasser gefördert. Normalerweise sind es etwa 500.000 Kubikmeter Wasser im Jahr. Der durchschnittliche Wasserverbrauch Braunschweigs liegt bei rund 14 Millionen Kubikmetern jährlich. Spürbare Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel werden infolge des Testlaufs nicht erwartet.

So wie andere Maßnahmen, die die BS Energy-Tochter BS Netz fortlaufend durchführt, um den Betrieb des rund 765 Kilometer langen Trinkwassernetzes und seiner technischen Anlagen zu gewährleisten, dient auch der Belastungstest des Wasserwerks der Versorgungssicherheit Braunschweigs. "Wir bitten daher um Verständnis für die Maßnahme und die dadurch möglicherweise entstehenden vorübergehenden Unannehmlichkeiten", so BS Energy.

Über das Wasserwerk Bienroder Weg


Das Wasserwerk Bienroder Weg ging 1902 in Betrieb und versorgte Braunschweig fast 70 Jahre lang mit Grundwasser. Heute dient es als Spitzen- und Reservewasserwerk und stellt die Notversorgung Braunschweigs sicher. Täglich können dort maximal bis zu 24.000 Kubikmeter Wasser gefördert werden. Allerdings sind üblicherweise nur knapp über drei Prozent des in Braunschweig verteilten Wassers Grundwasser. Das Wasserwerk ist Teil des umfangreichen Trinkwasser-Versorgungsnetzes, das von der BS Energy-Tochter BS Netz betrieben und fortlaufend weiterentwickelt wird. Dazu zählen unter anderem auch die Übergabestation Friedrichshöhe, ein Wasserspeicher im Bürgerpark, über 70 Brunnen sowie fast 35.000 Hausanschlüsse.


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