Hagen. Angesichts der starken Konkurrenz chinesischer Billiganbieter sollte die Regierung nach Einschätzung von Thalia-Chef Ingo Kretzschmar deutlich mehr für die Belebung des Handels in den Innenstadtlagen tun. "Mir fehlt in der Politik oftmals das Bewusstsein dafür, wie wichtig unsere Innenstädte sind", sagte Kretzschmar den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagsausgaben).
Viele Fehlentwicklungen würden nicht angegangen. "Nehmen sie Online-Plattformen wie Temu und Shein. Während wir hier in Europa abgewartet haben, lief letztes Jahr ein Drittel des Weihnachtsgeschäfts bereits über asiatische Plattformen", so der Thalia-Chef weiter.
"Die Innenstadt ist ein gesellschaftlicher Kitt", sagte Kretzschmar. Wenn man diese Orte verliere, bekomme man "ein großes Problem." Sein Unternehmen engagiere sich deshalb in der Stiftung Lebendige Stadt. "Dort versuchen wir, kommunale Ebene, Bundespolitik und Privatwirtschaft zusammenzubringen und zu überlegen: Was funktioniert bereits? Was können andere Städte übernehmen? Wo können wir Pilotprojekte starten?", so der Thalia-Chef.
Thalia-Chef will mehr Einsatz für Innenstädte
Angesichts der starken Konkurrenz chinesischer Billiganbieter sollte die Regierung nach Einschätzung von Thalia-Chef Ingo Kretzschmar deutlich mehr für die Belebung des Handels in den Innenstadtlagen tun.
Filiale von Thalia (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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