Wolfenbüttel

tiw mit neuem Vorstand: Umbach verspricht Offensive am Exer


Foto: tiw

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08.08.2014


Wolfenbüttel. Das technische Innovationszentrum Wolfenbüttel (tiw) hat einen neuen Vorsitzenden. Der ehemalige Präsident der Ostfalia, Wolf-Rüdiger Umbach, folgte jetzt auf Markus Hering. Die Mitgliederversammlung fasste diesen Beschluss ebenso einstimmig wie die Berufung von Winfried Pink in den Vorstand.

"Wir haben Markus Hering sehr zu danken", unterstrich Umbach in seiner ersten Amtshandlung. "Er hat das tiw vier Jahre lang überaus umsichtig durch rauhes Fahrwasser geleitet." Dann richtete der neue Vorsitzende den Blick nach vorn: "Der Exer sieht inzwischen schon recht manierlich aus." Allerdings gebe es einen deutlichen Unterschied zwischen der westlichen Seite ("schmuck") und der östlichen ("Handlungsbedarf"). Umbach geht mit viel Schwung an die Sache heran: "Ich verspreche ihnen: In zehn Jahren sieht die rechte Seite aus wie die linke."

Dem tiw gehört ein großer Teil des ehemaligen Kasernengeländes am Exer. Mehr als 15 000 Quadratmeter vermietbare Fläche hält der Verein vor allem für Existenzgründer und junge Firmen vor. Einerseits schrumpfte diese Fläche kürzlich ein wenig, weil die Sporthalle an die Ostfalia verkauft wurde. Andererseits gelang Carola Weitner-Kehl als Beauftragter des Vorstands zu Jahresbeginn die Ansiedlung der Asse-GmbH - damit sind die tiw-Immobilien zu hundert Prozent ausgelastet.

"Wir freuen uns über die breite und parteiübergreifende Unterstützung der Politik in Sachen Asse-GmbH", erklärte Hering. Erst die Mieteinnahmen dieses Großmieters ermöglichten umfangreiche Investitionen in den Brandschutz - eine Mammutaufgabe in den denkmalgeschützten Gebäuden.

Das verdeutlichte auch Jens Düe in seinem Kassenbericht. Der Brandschutz belaste den Verein enorm und dauerhaft. Doch das Wohlwollen der Politik und vieler lokaler Akteure werde das tiw bald wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen. "Die bisherigen Strudel waren beachtlich." Die Bilanzsumme 2013 habe rund elf Millionen Euro betragen.

Der stellvertretende Vorsitzende Paul-Werner Huppert unterstrich ebenfalls die positiven Perspektiven des Innovationszentrums. Zudem mahnte er eine weitere Konsolidierung an, um den Verein nicht zu überfordern. "Wir haben immerhin eine unerhörte Aufgabe übernommen: Aus einer Kaserne ein Areal für Existenzgründer zu machen."

Das glückte zuletzt immer besser. Carola Weitner-Kehl berichtete von einigen Ansiedlungen junger Unternehmen und lieferte Fotos von den durchgeführten Baumaßnahmen dazu. Darüber hinaus seien die Keller der Exer-Gebäude fast ausnahmslos von lokalen Musikgruppen angemietet. "Der Bedarf auf diesem Gebiet ist nach wie vor groß."

Auch auf anderem Gebiet fördert das tiw. So befindet sich derzeit der bereits 4. Wolfenbütteler Jungunternehmer-Abend in Vorbereitung. Er findet wie gewohnt am Exer im Solferino statt, und zwar am 25. September. "Diese Starthilfe für junge Gründer hat sich sehr bewährt und war vor allem im vorigen Jahr ein toller Erfolg."

Bevor Huppert im Amt bestätigt und Winfried Pink in Abwesenheit in den Vorstand gewählt wurde, entlasteten die Mitglieder den bisherigen Vorstand einstimmig. Aktuell hat das tiw 43 Mitglieder, von denen 20 zur Versammlung gekommen waren. Auch die Bilanz 2013 sowie der Haushaltsplan 2014 wurden einstimmig angenommen.

Der neue Vorstand:

  • Prof. Dr. rer. nat. Wolf-Rüdiger Umbach, Vorsitzender

  • Dipl.-Volkswirt Paul-Werner Huppert

  • Winfried Pink


Beauftragte des Vorstandes:

  • Dipl.-Kauffrau Carola Weitner-Kehl


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