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Tod durch Blutvergiftung: Das sagt die Klinik zu den Vorwürfen



Salzgitter

Tod durch Blutvergiftung: Das sagt die Klinik zu den Vorwürfen

von Jonas Walter


Erneut läuft ein Verfahren gegen das Helios Klinikum in Salzgitter. Symbolfoto: Alexander Panknin
Erneut läuft ein Verfahren gegen das Helios Klinikum in Salzgitter. Symbolfoto: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

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Salzgitter. Wieder ist ein Patient nach Behandlung im Helios Klinikum Salzgitter verstorben, dessen Tod unter Umständen hätte verhindert werden können. Deshalb hat nun der Sohn des 79-Jährigen Strafanzeige gegen das Klinikum gestellt. Auch die Staatsanwaltschaft habe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet.



Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, die auf dem Hintergrund der Anzeige des Sohnes basieren, bestätigte Sascha Rüegg, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Auf Anfrage von regionalHeute.de hat sich jetzt auch die Klinik selbst zu dem Fall geäußert. Im Folgenden veröffentlichen wir die Stellungnahme desHelios Klinikum Salzgitter unkommentiert und ungekürzt:
"Wir bedauern die Ereignisse zutiefst. Unser Mitgefühl gehört den Angehörigen. Der 79-jährige Patient wurde am 1. April 2016 mit dem Rettungswagen in unser Klinikum gebracht mit seit zwei Tagen bestehenden neurologischen Ausfällen in Rücken und Beinen. Er verstarb am 2. April aufgrund einer Blutvergiftung unklarer Ursache. Rückblickend hätte dem Patienten sehr zügig Blut abgenommen werden müssen. In der Folge wäre die Aufnahme auf die Intensivstation erfolgt. Die Fehler an diesem Abend sind intern aufgearbeitet worden. Die Aufnahme erfolgte zur Abklärung dieser neurologischen Ausfälle; die Blutvergiftung ist erst verspätet erkannt worden.

Wir überprüfen derzeit Abläufe und Strukturen in der Notaufnahme durch Fachärzte und andere Spezialisten aus dem Bereich der Notfallmedizin. Auch wegen steigender Patientenzahlen werden Planungen zum weiteren Umbau der Notaufnahme noch dieses Jahr realisiert. Wir haben mit dem Gutachter der Schlichtungsstelle intensiv bei der Aufarbeitung des Falles zusammengearbeitet und werden mit der Staatsanwaltschaft ebenfalls vollumfänglich kooperieren."


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