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Toilettenpapier-Mangel: Hamsterkäufe sorgen weiterhin für leere Regale

Die Regale, wo normalerweise das Toilettenpapier lagert, sind immer noch wie leergefegt. regionalHeute.de fragte nach den Hintergründen.

von Julia Seidel


Aktuell kein seltener Anblick: Leere Supermarktregale.
Aktuell kein seltener Anblick: Leere Supermarktregale. Foto: Privat

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03.04.2020

Region. In den vergangenen Wochen ist es durch die Corona-Krise zu einer sprunghaften Nachfrage an Toilettenpapier gekommen. Durch "Hamsterkäufe" waren die Regale schnell leer. Supermärkte sind dazu übergegangen lediglich ein Paket pro Kunden herauszugeben. Doch immer noch herrscht gähnende Leere. regionalHeute.de fragte nach den Hintergründen.



Wie die Rewe-Group berichtet, würden aufgrund der Situation durch die "Hamsterkäufe" die Bereiche der Wertschöpfungskette, vom Rohstofflieferanten, Hersteller über die Logistik bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel seit Wochen am Limit und darüber hinaus arbeiten. Die Lieferketten im Bereich der Hygieneartikel seien punktuell stark belastet und die aktuelle Kundennachfrage liege aktuell über den Produktionskapazitäten in Deutschland. Dies habe dazu geführt, dass die Toilettenpapierbestände in den Handelslagern kleiner geworden sind und so nun auch kleinere Mengen in die Märkte geliefert werden. Bei gleichbleibenden Abverkaufszahlen würden diese nun schneller weg sein. Dies könne für ein paar Tage zu einer Lücke im Regal führen. "Wir arbeiten intensiv mit den Herstellern daran, diese Zeit so kurz wie möglich zu halten", so Presseprecherin Daniela Beckmann.

Kein Grund zur Panik


Wichtig sei dennoch zu betonen, dass alle Lieferanten in Deutschland produzieren und weiterhin beliefern, betont Beckmann. Kein einziger Lieferant der Rewe-Group – auch nicht von Hygieneartikeln – habe demnach Produktionen oder Lieferungen eingestellt.

Insofern würden auch die Hersteller von Hygienepapieren mitteilen, dass es keinen Grund für die Verbraucher gibt zu glauben, Toilettenpapier werde in Deutschland knapp. Die Produktionskapazitäten seien erweitert worden. Bei manchen Herstellern werde im Dreischichtbetrieb 24 Stunden an sieben Tagen pro Woche produziert. "Wir haben auch Anhaltspunkte dafür, dass sich die Situation in absehbarer Zeit entspannen wird, wenn, wie sonst auch üblich, bedarfsgerecht und in haushaltsüblichen Mengen eingekauft wird", appelliert Beckmann abschließend an die Kunden.


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