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Trinkwasser-Störfall: Betroffene üben scharfe Kritik an WEVG

von Alexander Panknin


Bürger aus den betroffenen Stadtteilen richten sich an die WEVG. Video: André Ehlers / Alexander Panknin Foto: André Ehlers

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13.01.2017

Salzgitter. Bereits seit sechs Wochen leiden die Bürger der fünf betroffenen Stadtteile in Salzgitter unter verkeimtem Trinkwasser. Eine Gruppe engagierter Bürger hat sich nun zusammengetan und hinterfragt die Informationspolitik der zuständigen Wasserwerke WEVG.



Im Gespräch mit regionalHeute.de äußern sich die verärgerten Salzgitteraner über Ihren, durch den Wasser-Störfall eingeschränkten, Alltag. Als Petra Mainka mit Ihrer Tochter eine Facebook-Gruppe für betroffene Bürger gründete, fanden sich schnell weitere Mitstreiter. Mittlerweile sind es rund 160 Mitglieder die zusammen eigentlich nur eines wollen: Antworten auf ihre Fragen.

Mainka, Ihre Familie und drei weitere Frauen aus den betroffenen Gebieten berichteten über das Leben mit dem verkeimten Wasser und seine Unannehmlichkeiten.


v. l. n. r. Petra Mainka, Heike Borsutzky, Wolfgang Mainka, Sarah Mainka, Meryem Willner-Schmidt, Nicole Schuppin. Foto: André Ehlers



Der normale Tagesablauf sei maximal gestört, man würde aus Töpfen und Flaschen voll abgekochtem Wasser leben. Es sei mehr als nur eine Einschränkung. Die Betroffenen seien verunsichert über die Situation: "Man weiß ja gar nicht was für Keime das eigentlich sind." Familien mit kleinen Kindern würde es besonders treffen. Sowohl Babys als auch ältere Menschen gehörten zur "typischen Risikogruppe", wie uns eine Sprecherin der HELIOS Kliniken auf Anfrage berichtete.

Doch die eigentliche Kritik übt die Gruppe an der Informationspolitik der WEVG. Es sei nicht so, dass man die Bemühungen der WEVG-Mitarbeiter nicht zu schätzen wüsste, aber die Geschäftsführung äußere sich einfach nicht. Wichtige Fragen über die Keime, über mögliche finanzielle Unterstützung und zu den Ursachen blieben bislang ungeklärt. Ein offener Brief an die Wasserwerke, mehrere Kontaktversuche und Telefonate, hätten nur unbefriedigende Ergebnisse erzielt. Der Idee, eigene Proben zu entnehmen, machte letztlich das Gesundheitsamt einen Strich durch die Rechnung - anerkannt seien nur zugelassene Labore.




Nun wenden sich die Bürger über regionalHeute.de an die WEVG, in der Hoffnung endlich Antworten auf Ihre Fragen zu bekommen. Die zuständige Pressestelle der Wasserwerke sicherte im Vorfeld zu, zeitnah Stellung zu beziehen.

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