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Trotz Corona: Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften werden ausgetragen

Allerdings ohne Publikum. Dies berichtet die Stadt Braunschweig.

Das Eintracht-Stadion wird Austragungsort der diesjährigen Leichtathletik-Meisterschaften.
Das Eintracht-Stadion wird Austragungsort der diesjährigen Leichtathletik-Meisterschaften. Foto: Agentur Hübner/Archiv

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15.06.2020

Braunschweig. Die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften werden am 8./9. August im Braunschweiger Eintracht-Stadion stattfinden – zum vierten Mal nach 2000, 2004 und 2010, dazu kam 2014 die Team-Europameisterschaft. "Braunschweig bietet hervorragende Bedingungen für diese hochklassige Veranstaltung", sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth. "Und das wollen wir natürlich gerade auch in diesem schwierigen Jahr 2020." Er freue sich auf ein attraktives Sportereignis, das zwar aufgrund der starken Hygienevorschriften nicht von den Rängen des Stadions verfolgt werden könne, zugleich jedoch aufgrund der Übertragung durch ARD und ZDF deutschlandweite Ausstrahlung und Imageeffekt für Braunschweig bringe. Er rechne mit einem insgesamt sehr großen Medieninteresse. Die Stadt hatte sich 2018 für die Austragung der Meisterschaften beworben. Dies berichtet die Stadt Braunschweig.


In den vergangenen Wochen sei zwischen der Stadt Braunschweig und Deutschem Leichtathletik-Verband (DLV) intensiv beraten worden, wie die Durchführung der Deutschen Meisterschaft sinnvoll gelingen könnte. Wichtig sei für die Stadt zum einen ein gutes Hygienekonzept des DLV gewesen, das die sichere Durchführung der Wettbewerbe ermögliche. Dieses sei kurzfristig in der vergangenen Woche auch vom Niedersächsischen Sozialministerium geprüft und für gut befunden worden. Zum anderen war für die Stadt die gute mediale Abdeckung der Veranstaltung und ein Image-Beitrag über Braunschweig im Rahmen der Berichterstattung durch ARD und ZDF wichtig. Weiterhin hat die Stadt ihr großes Interesse bekundet, auch die Deutschen Meisterschaften im nächsten Jahr auszutragen, als Ausgleich dafür, dass die Menschen aus Braunschweig und Region das diesjährige Sportereignis nicht vor Ort im Stadion erleben können. Dazu sei die Stadt mit dem DLV in guten Gesprächen.

Stadt steht zu Verpflichtung


Markurth betonte, dass die Stadt trotz der Hygienebeschränkungen zu ihrer vertraglichen Verpflichtung stehe. Sie leiste dazu auch einen Eigenbeitrag von 125.000 Euro. "Wir haben dabei auch unsere Verantwortung gesehen, einen für die Sportlerinnen und Sportler immens wichtigen Wettkampf gerade in diesem Jahr zu ermöglichen, in dem nur wenige Sportveranstaltungen stattfinden können. Damit kommen wir auch dem DLV entgegen." Neben der überregionalen Berichterstattung gebe es für die Stadt auch einen – wenn auch in diesem Jahr durch die fehlenden Zuschauer im Stadion - geringeren positiven Effekt für Übernachtungszahlen in den Braunschweiger Hotels.

Stephan Lemke, Geschäftsführer der Stadthallen Betriebsgesellschaft mbH, die auch für das Eintracht-Stadion zuständig ist, sagte, sein Team werde jetzt kurzfristig gemeinsam mit dem Niedersächsischen Leichtathletikverband in die Vorbereitungen einsteigen. Im Wesentlichen sei das Stadion vorbereitet. So wurde bereits die Laufbahn bereits saniert und wird nächste Woche liniert. Die entsprechende Technik für die einzelnen Disziplinen werde, wie in solchen Fällen üblich, angemietet. Zudem werde die Stadthallenbetriebsgesellschaft mit dem DLV/NLV das Hygienekonzept umsetzen.

Hygienezonen werden eingerichtet


Dabei geht es vor allem darum, mit Absperrungen und Wegeführungen zu gewährleisten, dass die vier unterschiedlichen Zonen des Hygienekonzepts eingerichtet werden können. Das Ziel dieser Zonierung sei, dass so wenig Sportlerinnen und Sportler sowie ihre Teams und die Organisationsteams Kontakte haben werden. "Durch die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam des DLV, wird es auch trotz des kleinen Zeitfensters und den widrigen Umständen gelingen, den Sportlern gute Wettkampfbedingungen zu bieten", so Lemke.


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