whatshotTopStory

TU und Wirtschaftsförderung rücken noch enger zusammen

von Alexander Dontscheff


Professor Ulrich Reimers, Professor Reza Asghari und  Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa (v. li.). Fotos: Alexander Dontscheff
Professor Ulrich Reimers, Professor Reza Asghari und Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa (v. li.). Fotos: Alexander Dontscheff Foto: Dontscheff

Artikel teilen per:

06.02.2017

Braunschweig. Das Gründerquartier am Rebenring nimmt weiter Formen an. Der gemeinsame Lehrstuhl für Entrepreneurship der Technischen Universität Braunschweig und der Ostfalia Hochschule zieht in die Gründervilla auf dem Gelände des städtischen Technologieparks.


Momentan laufen noch die Umzugsarbeiten, aber in etwa einer Woche soll alles erledigt sein und Lehrstuhlinhaber Professor Reza Asghari wird mit seinen sechs Mitarbeitern unter der neuen Adresse Rebenring 33 zu finden sein. Während an der Ostfalia bereits adäquate Räumlichkeiten für den Lehrstuhl vorhanden waren, herrschte in Braunschweig zunehmend Platzmangel. Dies wurde jetzt durch eine „Ergänzungsvereinbarung“ zwischen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft und der TU Braunschweig, die den Umzug in die Gründervilla vorsieht, abgestellt. 110 Quadratmeter im ersten Obergeschoss stehen dem Lehrstuhl zur Verfügung.


ProfessorReza Asghari in seinem neuen Büro in der Gründervilla. Foto: Alexander Dontscheff


Die Voraussetzungen hautnah kennenlernen


Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa nennt den Einzug einen wichtigen Baustein bei der Entwicklung des Gründerquartiers und verspricht sich "andere Begegnungen" und einen intensiveren Austausch. „Der Sitz dieses Lehrstuhls mitten im Braunschweiger Gründerquartier ist ideal, künftig kommen die Studierenden aus der Technischen Universität praktisch automatisch auf unser Gelände und lernen so die guten Voraussetzungen für Gründer in der Stadt Braunschweig hautnah kennen“, sagte Leppa, der auch Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft ist, die den Technologiepark betreibt.

Direkter Kontakt zu den Start-ups


"Dies ist für uns ein Thema mit großem Stellenwert", befand Professor Ulrich Reimers, Vizepräsident für Strategische Entwicklung und Technologietransfer der TU Braunschweig. Pro Jahr gebe es etwa zwölf Start-up-Firmen, die aus der TU heraus gegründet werden. „Durch den Einzug des Lehrstuhls für Entrepreneurship in die Gründervilla werden Synergieeffekte für TU und Stadt Braunschweig entstehen", ist sich Professor Asghari sicher. "Die Studierenden und Doktoranden der TU Braunschweig werden durch Begegnung mit den im Technologiepark angesiedelten innovativen Start-ups mehr Begeisterung für Entrepreneurship entwickeln.“


Professor Asghari präsentiert sein Arbeits-Motto. Foto: Dontscheff


Ein ständiger Austausch


Der Vertrag zwischen beiden Institutionen sieht vor, dass die TU Braunschweig Lehrveranstaltungen und regelmäßige Besichtigungen im Technologiepark veranstaltet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Braunschweig Zukunft informieren dabei über Beratungs- und Fördermöglichkeiten von Gründern. Ebenso wird die Graduiertenakademie GradTUBS in der Gründervilla Workshops für Doktoranden anbieten.

Darüber hinaus wird die TU Braunschweig im Technologiepark arbeitenden Start-ups Praktikanten und studentische Mitarbeiter vermitteln sowie im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten Kunden- und Marktanalysen anfertigen, aber auch Optimierungen von Geschäftsmodellen erarbeiten lassen. Im benachbarten Protohaus sollen überdies Workshops zum „DesignThinking“ angeboten werden, ein Verfahren, in dem Menschen unterschiedlicher Disziplinen zusammenarbeiten, um kreative und innovative Problemlösungen zu finden. Ferner werden Studierende dabei unterstützt, für Prototypen Kommerzialisierungskonzepte zu entwickeln.


zur Startseite