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Überstunden der Polizei auch regional angestiegen



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Überstunden der Polizei auch regional angestiegen

von Sandra Zecchino


Polizisten sammeln immer mehr Überstunden an. Symbolbild: Sandra Zecchino
Polizisten sammeln immer mehr Überstunden an. Symbolbild: Sandra Zecchino Foto: regionalHeute.de

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Region. Die Auswertung der Zeitkonten aller niedersächsischen Polizeibeschäftigten hat einen Anstieg von 59.625 Stunden, also ein Plus von 5,6 Prozent, Mehrarbeit für das Jahr 2017 ergeben. Das teilt das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport mit. Auch die Polizisten in der Region mussten viele Überstunden leisten.



Allein die Beamten bei der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel kamen auf 47.512 Stunden. Die Kollegen der Polizeiinspektion Braunschweig kamen auf 26.454 Stunden, die Kollegen der Polizeiinspektion Wolfsburg/Helmstedt auf 26.438 Stunden und die Goslarer Polizisten auf 25.438 Stunden. Bei der Polizeiinspektion Gifhorn wurden 4.822 Stunden extra gearbeitet. Das teilte Thorsten Ehlers von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizeidirektion Braunschweig auf Anfrage von regionalHeute.de mit.

Regionale Polizisten beim G20-Gipfel


Das niedersachsenweite Plus an Überstunden sei hauptsächlich durch den Einsatz bei dem G20 Gipfel begründet, erläuterte Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, in der Pressemitteilung des dazugehörigen Ministeriums. "Ohne diesen seit Jahrzehnten personalintensivsten Polizeieinsatz in Deutschland wären die Mehrarbeitsstunden im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken."


Da die Polizeiinspektionen Braunschweig und Wolfsburg/Helmstedt aufgrund der Fußballvereine, die in der ersten und zweiten Bundesliga spielen, die Fußballeinsätze mit eigenen Kräften vorplanen müssten, werden die zusätzlichen Einsätze wie der G20-Gipfel durch die Polizeiinspektionen Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel und Goslar abgedeckt, erklärt Ehlers die Situation. Bei dem Einsatz auf dem Gifpel seien 17.285 Stunden geleistet worden.

Besserung durch mehr Kollegen


Mit der Einstellung von neuen, jungen Polizeibeschäftigten solle die Situation entschärft werden, erläuterte Pistorius. "Seit 2016 haben wir den zweiten jährlichen Einstellungstermin zum 1. April wieder eingeführt, in diesem Jahr werden alleine zu diesem Termin mindestens 400 zusätzliche Polizeikommissaranwärter eingestellt."

Inwieweit das eine regionale Entlastung darstellen wird, sei noch nicht absehbar. Wie Ehlers erläuterte, seien weder Zahlen bekannt, wie viele im Jahr 2018 bei der Polizeidirektion Braunschweig eingestellt werden, noch wie diese auf die einzelnen Polizeiinspektionen verteilt werden. Die Bekanntgabe der Zahlen werde im März erwartet.


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