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Um- und Neubau von Bushaltestellen: Barrierefreiheit steht im Fokus



Goslar

Um- und Neubau von Bushaltestellen: Barrierefreiheit steht im Fokus

Für den Um- und Neubau bekommt die Stadt Goslar Fördermittel vom Land Niedersachsen.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: pixabay

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Goslar. Die Grunderneuerung von fünf und den Neubau von drei weiteren Bushaltestellen hat die Stadt Goslar für dieses Jahr auf der Agenda. Im Fokus steht dabei die Barrierefreiheit. Dafür bekommt die Stadt Fördermittel vom Land Niedersachsen vertreten durch die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH sowie vom Regionalverband Großraum Braunschweig als Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr. Dies teilt die Stadt Goslar mit.



Die Verwaltung hätte sich für die Förderung mit den Haltestellen Friedhof Feldstraße, Kneipstraße, Fliegerhorst und Walter-Krämer-Straße jeweils in beiden Fahrtrichtungen beworben. Während die bestehenden fünf Haltestellen barrierefrei umgebaut und erneuert werden, gebe es drei Haltestellen bisher noch gar nicht: Fliegerhorst Richtung Walter-Krämer- Straße sowie beide Fahrtrichtungen der Walter-Krämer-Straße; einmal in Richtung Fliegerhorst und einmal in Richtung K32. Diese drei Bushaltestellen sollen neu hinzukommen, um der Entwicklung im Fliegerhorst gerecht zu werden. Das dort entstehende Wohngebiet und der Einzelhandel sollen künftig an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden werden.

Einbau von Hochbordsteinen



An allen acht Haltestellen stünden die Warteflächen und die Anpassung an das Umfeld ebenso auf der Maßnahmenliste wie der Einbau von Hochbordsteinen mit einer Höhe von 18 Zentimetern – sie seien auf die Einstiegshöhe der Busse abgestimmt – und tastbare Bodenleitsysteme für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit, sogenannte taktile Leitstreifen. Zusätzlich würden an den Stationen Fliegerhorst (Richtung Marienburger Straße) und Walter-Krämer-Straße (Richtung Fliegerhorst) Fahrgastunterstände mit Abfallbehälter, Beleuchtungsanlage und Informationsvitrine gebaut werden. Hinzu kommen dort, wo sie fehlen, in einer Fahrtrichtung Fahrradbügel, sodass Fahrgäste an jedem der vier Stopps ihre Drahtesel sicher abstellen können.

Das Land Niedersachsen gewährt einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, also maximal 243.462 Euro. Die zuwendungsfähigen Kosten würden insgesamt bei 324.616 Euro liegen. Eigenleistungen, Verwaltungskosten und Stundenlohnarbeiten, in diesem Fall weitere 31.643 Euro, seien grundsätzlich nicht zuwendungsfähig. Der Regionalverband Braunschweig gewähre darüber hinaus eine Co- Finanzierung in Höhe von rund 40.577 Euro. Die Stadt trage damit einen Eigenanteil von rund 72.220 Euro.
„Das ist eine gute Investition in die Mobilität in Goslar“, sagt Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk. „Ein schicker neuer Elektrobus nützt wenig, wenn ältere Menschen, Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, Mütter mit Kinderwagen nicht vernünftig einsteigen können. Wir müssen Mobilität in ihrer Gesamtheit sehen. Dazu gehören eben auch barrierefreie Bushaltestellen. Dazu gehören Fahrradbügel, Radwege, E-Car-Sharing, Parkplätze, E- Ladestationen.“


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