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Unbekannter hinterließ Briefumschlag - was wurde aus der Spende?


Foto: Stefan Teplan
Foto: Stefan Teplan

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12.02.2016


Braunschweig. „Die Caritas hält Wort“, sagt Matthias Konrad, Vorstandsvorsitzender des Braunschweiger Caritasverbandes. Mitte November vergangenen Jahres hatte ein unbekannter Spender einen Briefumschlag mit 4000 Euro und dem Aufdruck „Caritas-Helfer Erdbeben Nepal“ in den Postkasten der Kindertagesstätte St. Marien in Querum gesteckt (regionalHeute.de berichtete). Wenige Monate zuvor war der Himalaja-Staat von mehreren verheerenden Erdbeben verwüstet worden. Über 8000 Menschen starben, weit über 20 000 wurden verletzt, 600 000 Häuser völlig zerstört.

„Wir haben die anonyme Spende umgehend weitergeleitet, nun beginnen die Wiederaufbauarbeiten“, berichtet Konrad. Caritas International – das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes – habe unmittelbar nach der Katastrophe Notleidende mit Essen, Trinkwasser, Zelten, Decken versorgt und medizinische Hilfe geleistet. Doch erst nach einer notwendigen Gesetzesänderung der nepalesischen Regierung können erste Bauvorhaben beginnen. „Wir werden für rund 1200 Familien im Distrikt Sindhupalchowk neue, erdbebensichere Häuser errichten“, erläutert David Booker, Nepalexperte von Caritas international. In der Bergregion östlich der Hauptstadt Kathmandu wurden gut 90 Prozent der Häuser in den verstreuten Dörfern zerstört.

Viele Kleinbauern in Sindhupalchowk haben durch das Beben ihr Vieh verloren: „Wir werden Ziegen und Hühner ersetzen und frisches Saatgut liefern“, kündigt David Booker an. Verschärfend komme hinzu, dass im Sommer 2015 die Ernten extrem schlecht ausfielen. Auch die Versorgung mit Wasser ist durch die Erdbeben unterbrochen worden. „Viele Brunnen sind zerstört. Wir stellen sie wieder her oder bauen neue, wo es notwendig ist“, sagt Booker. Gerade der Brunnenbau ist für Matthias Konrad vom Brauschweiger Caritasverband ein besonders bedeutsames Projekt: „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, der Zugang dazu ist ein Menschenrecht.“ Umso wichtiger sei, die Menschen in den Bergen Nepals dauerhaft mit sauberem Wasser zu versorgen.

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