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Ungewöhnliche Steinsetzungen und Pfostenlöcher erforscht



Wolfenbüttel

Ungewöhnliche Steinsetzungen und Pfostenlöcher erforscht


Im Grabungskasten bei der ungewöhnlichen Steinsetzung Neu entdeckt: Wolf- Dieter Steinmetz, Manfred Bolluck (Mitte) und Lothar Jungeblut (vorne) untersuchen die Pfostenlöcher. Foto: Bernd-Uwe Meyer
Im Grabungskasten bei der ungewöhnlichen Steinsetzung Neu entdeckt: Wolf- Dieter Steinmetz, Manfred Bolluck (Mitte) und Lothar Jungeblut (vorne) untersuchen die Pfostenlöcher. Foto: Bernd-Uwe Meyer

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Isingerode. Seit 2006 graben Freiwillige von den Freunden der Archäologie im Braunschweiger Land (FABL) mit ihrer Vorsitzenden Bärbel - Regine Steinmetz und dem Wolfenbütteler Museumsleiter Wolf - Dieter Steinmetz auf dem Gelände der jungbronzezeitlichen Wehranlage bei Isingerode.

Genau erforscht wird in vier Grabungskästen der Innenraum der Burganlage. „Diese ungewöhnliche Steinsetzung liegt unter einer Brandschicht“, erklärte Wolf- Dieter Steinmetz. In dieser Einsturzschicht fanden die Ehrenamtlichen verzierte Keramik, die in das 9./8. Jahrhundert vor Christi datiert wird. In einem anderen Grabungskasten entdeckten die Freiwilligen drei Pfostenlöcher, die in einer Reihe angeordnet sind. „Hier stand ein Gebäude“, wies der Archäologe Steinmetz erfreut auf die besondere Entdeckung hin. Die erste Befestigung erfolgte als Zentralsiedlung der späten Bronzezeit um 1 200 vor Christus. Insgesamt gab es hier vier bronzezeitliche Bauphasen. Um 700 vor Christi entstand der äußere Wall in einer Breite von neun Metern. Gegen 600 v. Chr. brechen Funde aus den Gräben ab. Um Chr. Geburt gab es eine Grenzburg der Hermunduren. An unterschiedlichen Wochenenden gehen die Forschungen weiter.


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