Peine

„Unsere Gemeinschaft, unsere Werte: Was verbindet uns?“


Foto: Stadt Peine
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17.11.2017

Peine. Nach Informationen der Beauftragten für Gleichstellung, Familie und Integration, Banafsheh Nourkhiz, der Stadt Peine kamen am am 19. Oktober 2017 über 40 Eltern und Interessierte aus Politik, Bildungseinrichtungen und Vereinen zur der Diskussionsrunde „Unsere Gemeinschaft, unsere Werte: Was verbindet uns in dieser Stadt?“


Nourkhiz ging in ihrem Grußwort auf die Bedeutung einer gemeinsamen Wertegemeinschaft für ein friedliches Zusammenleben in der Stadt Peine ein: „Um friedlich zusammenzuleben ist es wichtig, dass sich alle in einer gemeinsamen Wertegemeinschaft verbinden. Seit zwei Jahren ist das Thema durch den Zuzug von neu Eingewanderten brisanter denn je geworden.“ erläuterte sie.

Die Schulleiterin sprach in ihrer Begrüßung die Wichtigkeit solcher Diskussionen auch für die Eltern aus der Schule an. Was verbindet uns in dieser Stadt? Was trennt uns? Wie gelingt es uns, im Rahmen einer Wertegemeinschaft zusammenzuleben und den Zusammenhalt für die Zukunft in unserer Stadt zu sichern? Über diese Fragen sollte an diesem Abend gemeinsam diskutiert werden.

„Wir sind verpflichtet, anderen unsere Werte zu erklären und für die Einhaltung der Werte einzustehen.“, erläuterte der Referent Kurt Niemeyer, Redakteur und Geschäftsführer des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften, während er in seinem Impulsvortrag auf die Grundwerte in der Verfassung einging.

Friedliches Zusammenleben, aber wie?


Ein wichtiger Schwerpunkt bei der anschließenden lebhaften Diskussion war die Frage, wie ein friedliches Zusammenleben in der Stadt Peine ganz konkret gelingen kann und welche Aspekte und Vorrausetzungen dabei eine Rolle spielen. Besonders vor dem Hintergrund von Ängsten, die von extremen Strömungen geschürt werden und die die Menschen trennen und spalten, herrschte unter den Diskussionsteilnehmern weitgehend Einigkeit darin, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt nur gesichert werden kann, wenn alle Beteiligten sich engagieren, aufeinander zu bewegen und ihre Komfortzone verlassen.

Nach Ansicht vieler Anwesender handelt es sich dabei um einen langen Prozess des Zusammenkommens, bei dem angestaute Ängste und Vorurteile überwunden sowie Gemeinsamkeiten und Chancen erkannt werden müssten. So kam bei der abschließenden Frage danach, ob Diskussionen wie diese einen positiven Beitrag zu diesem Prozess leisten und etwas bewirken können, die Überzeugung vieler zum Ausdruck, dass solche Diskussionen wichtig, aber auch schwierig sind und dass es dazu vor allem Zeit, Aufklärung und Begegnungen, auch für die Vermittlung von und Einigung auf gemeinsame Werte, braucht.


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