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Unterirdisches Abfallsystem - Weg mit den Mülltonnen



Braunschweig

Unterirdisches Abfallsystem - Weg mit den Mülltonnen

von Sandra Zecchino


Verschwinden diese Mülltonnen bald aus dem Stadtbild? Symbolfoto: Anke Donner
Verschwinden diese Mülltonnen bald aus dem Stadtbild? Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Braunschweig. In vielen Bereichen sei Braunschweig eine dynamisch wachsende und innovative Stadt und das sei auch im Bereich der Abfallwirtschaft der Fall. Dementsprechend sei es nicht überraschend, dass sich die Stadt und ALBA gemeinsam entschlossen haben, ein Pilotprojekt zur Einführung von Unterflursystemen für die kommunale Abfallsammlung durchzuführen.



Ein fortschrittliches Abfallsammelsystem sei aus kommunaler Sicht ein System, dass sowohl die zukünftig zu erwartenden Veränderungen der Abfallmenge als auch ökologische und logistische Anforderungen berücksichtige, argumentiert die Stadt in der Vorlage, mit der sie die Kommunalpolitiker über das Pilotprojekt informiert. Und ein mögliches System, dessen Einsatz in Braunschweig grundsätzlich denkbar sei, seien die sogenannten Unterflursysteme.

Verschiedene Vorteile des Systems


Einer der Vorteile des neuen Abfallsystems seien die Erfordernisse, die durch eine mittelfristig alternde Bevölkerung auftreten. So sei die Einfüllöffnung erheblich niedriger als bei herkömmlichen Systemen und mit einer Hand einfacher zu bedienen. Auch werden laut der Vorlage die ökologischen sowie logistischen Anforderungen erfüllt. Darunter fallen unter anderem die Tourenplanung oder die Abholhäufigkeit. Dies sei besonders mit Blick auf die immer kleiner werdenden Hausmüllmengen aus Privathaushaltungen ein wichtiger Aspekt. Unterflurlösungen seien grundsätzlich für alle Abfallarten, die haushaltnah entsorgt werden, geeignet. Zusätzlich hätten sie Vorbildcharakter für ein attraktives Wohnumfeld.

Anwendung im privaten Umfeld


Bei dem Pilotprojekt solle die unterirdische Lösung für Abfallbehälter auf privaten Grundstücken eingeführt werden. Dabei erfolge die Gebührenerhebung zunächst analog zur Gebührenerhebung für die konventionellen Behälter abhängig vom Leerungsrhythmus und vom Behältervolumen. Die Unterflurbehälter sollen in verschiedenen Größen lieferbar sein und die jeweilige Größe soll so bemessen werden, dass das zur Verfügung stehende Volumen zunächst etwa dem derzeitigen Bestand beziehungsweise dem Bestand bei vergleichbaren Wohnanlagen entspricht, so dass es nicht zu einer zusätzlichen Gebührenbelastung komme.


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