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Unterschlupf im Frauenhaus, und dann?



Goslar

Unterschlupf im Frauenhaus, und dann?

von Sandra Zecchino


Nicht jede Frau schafft den Absprung aus der gewalttätigen Umgebung. Symbolbild: Anke Donner
Nicht jede Frau schafft den Absprung aus der gewalttätigen Umgebung. Symbolbild: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Goslar. Immer wieder müssen Frauen aus körperlicher, sexualisierter oder psychischer Gewalt in der häuslichen Gemeinschaft fliehen. Betroffene finden Schutz im Frauenhaus. Doch wie das Frauenhaus Goslar e.V. im Jahresbericht 2017 darstellte, gehen fast 30 Prozent nach dem Aufenthalt im Frauenhaus zurück in die gewalttätige Umgebung.



Knapp über 30 Prozent der hilfesuchenden Frauen blieben im vergangenen Jahr weniger als eine Woche im Frauenhaus, bis zum einem Monat blieben 23 Prozent und innerhalb von drei Monatenverließen 30 Prozent die geschützte Umgebung wieder.

Von den Frauen, diedie Einrichtung wiederverlassen haben, fanden knapp 13 Prozent Unterschlupf bei Freunden oder Verwandten, knapp acht Prozent gingen in ein anderes Frauenhaus und 38 Prozent der Frauen bauten sich in einer eigenen Wohnung ein neues Leben auf. Mehr als 28 Prozent schafften den Absprung jedoch nicht und kehrten zurück in die Umgebung, aus der sie zuvor entkommen wollten.

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