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Urlaubstypen - Von Liegenreservierer bis zum Festivalhopper



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Urlaubstypen - Von Liegenreservierer bis zum Festivalhopper

von Sandra Zecchino


Im Urlaub treffen viele Typen aufeinander. Foto: Anke Donner
Im Urlaub treffen viele Typen aufeinander. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Endlich Sommer, die Taschen packen und ab in den wohlverdienten Urlaub. Doch so unterschiedlich wie die Reiseziele sind die verschiedenen Typen, die in jedem Urlaub zu finden sind. Kategorien, in denen sich jeder von uns wiederfindet, oder vielleicht nicht?



Die bekannteste Gruppe ist wohl die der "Badetuchliegenreservierer". Noch vor dem Abflug in den Urlaub wird der tägliche Wecker auf vier Uhr gestellt, schließlich soll noch die ganze Auswahl an Liegen vorhanden sein, wenn allmorgendlich das Handtuch drapiert wird. Denn auch wenn das Handtuch die meiste Zeit allein auf der Liege liegen wird, soll es doch der beste Platz am Pool sein.

Nicht ganz so einsam ist das Handtuch bei den "Strandhähnchen". Eine gleichmäßige Hautfarbe - irgendwo zwischen rot, dunkelbraun und frischgepelltem weiß - ist das Ziel des Urlaubs. Deshalb geht es pünktlich nach dem Frühstück ans Meer oder an den Pool, um mit einer gleichmäßigen Drehbewegung eine kontinuierliche Sonnenbestrahlung zu gewährleisten - ganzwie im Hähnchengrill.


Nicht rot, braun oder weiß sondern blau ist die Zielfarbe der "Partymeilentouristen". Die Qualität der Unterkunft selber ist zweitrangig, schließlich dient sie nur als Gepäcklager, Hauptsache der Weg zur nächsten Strandbar ist nicht so weit. Geschlafen wird sowieso im Vollrausch am Strand oder vor dem Tresen. Und die schönsten Urlaubserinnerungen sind doch immer wieder die (peinlichen) Videos auf Facebook.

Urlaub, allein aus Statusgründen - immerhin "muss man ja auch mal rauskommen" - aber es darf gern wie zu Hause sein. So denkt der "Familienurlauber". Gern bezieht er Ferienhäuser in gut vorbereiteten Touristenregionen. Es muss auch nicht weit sein. Nord-, Ostsee, Holland oder Dänemark reicht vollkommen für das perfekte Urlaubsgefühl.

Die Welt sehen



Verschiedene Gruppen haben sich im Urlaub ein gemeinsames Ziel gesetzt: so viel wie möglich von der Welt sehen, nur das "wie" unterscheidet sich. So machen sich die "Hardcoresportler" mit purer Körperkraft auf den Weg. Ob mit dem Mountainbike durch den Mount Everest, tauchen in jedem Korallenriff der Welt oder alle Surfspots unsicher machen, so lange die GoPro im Dauerbetrieb ist, kann nur ein doppelter Beinbruch den Bewegungsdrang stoppen (auch hier gibt es lohnende Videos für's Social Network).

Auch viel Kondition brauchen die Städtehopper, und viel Vorbereitung. Wenn in drei Tagen alle Sehenswürdigkeiten einer Großstadt erlaufen und abfotografiert werden müssen, darf keine Minute ungenutzt verstreichen. Deshalb bedarf es genauster Planung. Welche Route ist die schnellste und wie werden die öffentlichen Verkehrsmittel zeitsparend genutzt? Und auch nach der Heimfahrt ist der Urlaub noch nicht zu Ende. Alle Urlaubsbilder müssen mit den geschichtlichen Hintergründen in Fotobüchern verarbeitet werden, die im Wohnzimmerschrank abschließend in geeinter Einsamkeit verstauben.

So viel sehen wie die Städtehopper nur ohne Planung und Anstrengung und mit den Vorzügen von All Inclusive, das ist der perfekte Urlaub der Kreuzfahrer. Einmal am Hafen ins Schiff, dort das Zimmer – am besten mit Außenkabine – bezogen, so wird der Weltbereiser bequem zu jedem Ziel gebracht. Und auch vor Ort wird keine Eigeninitiative erwartet, schließlich kann alles in den perfekt vorbereitetet Häppchen direkt an Bord gebucht werden.

In der Individualität konform


Last but not least gibt es natürlich noch die Gruppe der Individualitätsreisenden. Kein Hotel, keine Planung, einfach los wohin einen das Leben treibt und keine anderen Touristen weit und breit, dass ist das Ziel der Outdoorfans. Egal ob mit der Minimalausrüstung als „Bodenbrüter“ und Ravioli auf dem Campingkocher oder im Luxuswohnmobil für mehrere Millionen, vor allem die Gemeinsamkeit zwischen den Abenteurern macht diese Art zu reisen für sie zu etwas Besonderem. Eine Gemeinsamkeit, die auf vielen Messen und Treffen konsumkonform ausgelebt wird.

Treffen der besonderen Art - und ebenfalls alles andere als konsumfreie Zone - sind die unendlich vielen Festivals, die das Urlaubsbudget der "Festivalfahrer" jeden Sommer aufbrauchen. Egal ob Wacken, Roskilde, Hurrican oder Rock am Ring, ein echter Fan muss bei jedem und noch viel mehr dabei sein.Der erste Arbeitstag lässt es diese Spezies ansehen, um Erholung geht es hierbei nicht.


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