Usutu-Virus lässt Vögel sterben

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Deutschlandweit sterben viele Vögel an dem Usutu-Virus. Vor allem Amseln sind übertroffen. In der Region seien jedoch keine Fälle bekannt, sagt der NABU. Foto:  CC0 Public Domain
Deutschlandweit sterben viele Vögel an dem Usutu-Virus. Vor allem Amseln sind übertroffen. In der Region seien jedoch keine Fälle bekannt, sagt der NABU. Foto: CC0 Public Domain | Foto: CC0 Public Domain

Region. In den vergangenen Wochen hört man aus den verschiedensten Teilen der Republik, dass es in diesem Jahr vermehrt zu einem Amselsterben kommt. Grund sei ein Virus, das durch Stechmücken übertragen wird. In der Region seien bisher jedoch keine Vögel betroffen.


Das berichtet die NABU Bezirksgruppe Braunschweig e. V. auf Nachfrage von regionalHeute.de. In Deutschland gibt es derzeit offenbar wieder ein Vogelsterben, das durch das tropische Usutu-Virus ausgelöst wird, erklärt Carlo Fuchs, Erster Vorsitzender der NABU Bezirksgruppe Braunschweig e. V.. Und es seien vor allem Amseln davon betroffen, berichtet Fuchs. „Der NABU bittet deshalb die Bevölkerung erneut um Mithilfe, Beobachtungen erkrankter oder verendeter Vögel über ein Online-Formular zu melden. Dieses findet man unter www.nabu.de/usutu-melden . Dort findet man auch eine Anleitung zum Verschicken toter Tiere. Beides hilft dabei, die Ausbreitung und Folgen dieser neuen Vogelkrankheit zu analysieren. Tote Vögel oder Proben toter Tiere können zur Untersuchung bei den lokalen Veterinärämtern zur Untersuchung abgegeben oder auch an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) nach Hamburg gesendet werden“, so Fuchs.

Keine Fälle in der Region


Todesfälle unter Vögeln würden jeweils während der Mückensaison bis in den November auftreten. Das Virus wurde bei uns erstmals 2010 in Stechmücken festgestellt. Es löste 2011 und 2012 ein Massensterben unter heimischen Vögeln aus, darunter vor allem Amseln. „Seit Ende Juli häufen sich beim NABU nun wieder Meldungen kranker und kurze Zeit später verstorbener Amseln. Befallene Vögel wirken offenkundig krank und apathisch, flüchten nicht mehr und sterben meist innerhalb weniger Tage. Da die Übertragung durch infizierte Mücken erfolgt, sind – zumindest bisher – leider keine Vogelschutzmaßnahmen möglich. Aus diesem Grunde ist jede Hilfe zur Erforschung der Krankheit auch so wichtig“, so Carlo Fuchs. Die meisten Meldungen erkrankter Vögel würden aus den wärmebegünstigten Gebieten Deutschlands stammen. Einige nun allerdings auch aus damals nicht betroffenen Regionen sowie aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden. „Trotz eines Aufrufs des NABU Braunschweig sind aus dem braunschweiger Raum bisher aber glücklicherweise bis dato keine Amseln mit Usutu Verdacht gemeldet oder gar eingesandt worden. Das hat der NABU aktuell auf Nachfrage bei seinem Ansprechpartner im Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg mitgeteilt bekommen“, schließt Fuchs.


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