Peine

Vakanzen und Coronakrise – Kirchenkreissynode hatte viele Themen

Am Montagabend fand sich die Synode des Kirchenkreises Peine zu ihrer fünften Sitzung im Forum zusammen. Coronabedingt war die Sitzung Anfang Mai ausgefallen, sodass nun Superintendent Dr. Volker Menke seinen Bericht über die zurückliegenden fast eineinhalb Jahre nachholte.

In Peine kam man zur Kirchenkreissynode zusammen.
In Peine kam man zur Kirchenkreissynode zusammen. Foto: Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Peine

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01.09.2020

Peine. Als Gast war Regionalbischof Eckhard Gorka in der Runde. Er besuchte die Synode im Rahmen der alle sechs Jahre stattfindenden Visitation des Kirchenkreises.


Neben Kurzberichten aus den Ausschüssen stand auch eine Information zu Stand des Verbindungsbaus zwischen den zwei Kirchenamtsgebäuden in Hildesheim auf der Tagesordnung. Kirchenamtsleiter Jens Stöber berichtete über hohe Auflagen seitens des Denkmalschutzes. Dadurch würden sich die veranschlagten Baukosten von rund 500.000 Euro wohl auf etwa 720.000 Euro erhöhen. Im folgenden Bericht des Superintendenten für den Zeitraum von April 2019 bis August 2020 nahm das Thema „Vakanzen“ einen großen Umfang ein. „Die Vakanzsituation ist eine besondere Herausforderung im Kirchenkreis. Seit September 2018 ist die Stelle in Dungelbeck nicht besetzt, seit Oktober 2018 war die Stelle in Edemissen frei. Hier hat sich mit der Ordination von Eva Bartkowski am Sonnabend aber nun eine Lösung gefunden“, erklärte Dr. Menke.

Nun seien aber weiterhin die Stellen in Eltze/Eickenrode/Dedenhause/Ohof, in Lengede, sowie in Solschen/Groß Bülten/Stedum unbesetzt. Zudem zeichneten sich mit den geplanten Wechseln in Vöhrum sowie Groß und Klein Ilsede weitere Vakanzen ab. Weitere Pastoren treten nächstes Jahr in den Ruhestand ein. „Zurzeit werden die Vakanzen nicht zuletzt durch die beiden Springerpastoren und durch Pastoren, die anteilig für den Kirchenkreis arbeiten, abgefedert. Und nicht zuletzt ist in diesem Zusammenhang auch der Dienst von Lektoren und Prädikanten zu nennen“, meinte der Superintendent.

Ein weiteres großes Thema im Bericht war das kirchliche Leben in Coronazeiten. Vieles habe sich ins Digitale oder auch in die Zeitungen verlagert. „Gleichwohl: Ich selbst war vom ersten Orgelton an dankbar, als ich wieder Gottesdienst „life“ miterleben und feiern konnte“, bekräftigte Dr. Menke. Auf das nahezu alles bestimmende Thema „Corona“ ging auch der Regionalbischof ein, der die Synode mit seinen Ausführungen schloss. „Wir leben nun schon ein halbes Jahr unter diesen Bedingungen, trotzdem ist es noch eine Ausnahmesituation mit völlig offenem Ausgang. Lassen Sie es nicht zu einer Gewohnheit werden. Mit Fehlern, die in dieser für alle neuen Situation gemacht wurden und werden, sollten wir umgehen wie der barmherzige Samariter und es einfach nächstes Mal besser machen“, forderte Gorka auf. Er griff auch das Thema der sinkenden Mitgliederzahlen auf und zeigte sich traurig darüber, dass viele Menschen nicht sehen würden, in wie vielen Bereichen Kirche gute und wertvolle Arbeit leiste, die eben auch Geld koste. „Wir müssen die Kirchen öffnen und das Motto „Einfach Gottesdienst feiern!“ leben. Mein Dank geht an alle, die heute hier sind und an alle, die sich engagieren und entgegen aller Widerstände der Firma Gott und Sohn die Treue halten“, schloss Gorka.


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