Van Aken spricht sich für "Dönerpreisbremse" aus

Linken-Chef Jan van Aken hat die Regierung dazu aufgefordert, mehr gegen den Anstieg von Preisen zu tun, und sich für eine "Dönerpreisbremse" ausgesprochen.

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Dönerbude (Archiv)
Dönerbude (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Linken-Chef Jan van Aken hat die Regierung dazu aufgefordert, mehr gegen den Anstieg von Preisen zu tun, und sich für eine "Dönerpreisbremse" ausgesprochen. "Bei den Supermarktpreisen sind wir klar: Die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel muss weg", sagte er der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe).


Die Preiserhöhungen beim Döner seien "durch nichts mehr zu rechtfertigen - ähnlich wie bei der Schokolade", sagte van Aken. "Unser Jugendverband hat mal einen Maximalpreis von 4,90 Euro ins Spiel gebracht. Das ist, finde ich, gut", so der Linken-Chef zur Höhe des Dönerpreises.

Auch bei den Fernwärmepreisen, die in Deutschland zwischen den Städten stark schwanken, müsse man "ordnungspolitisch" handeln, sagte er. "Alle Preistreiber in diesem Land sollen gewarnt sein, ihnen muss die Regierung endlich das Handwerk legen", forderte van Aken.

Offen zeigte sich der Linken-Chef unterdessen für eine Zuckersteuer. "Das hört sich nicht schlecht an. Und das sage ich als jemand, der leider sehr viel Zucker konsumiert, mein Leben lang schon", sagte van Aken.

Vorstellen könnte er sich zum Beispiel eine Abgabe, die ab einem gewissen Grenzwert greift. "Ich bin kein Fachpolitiker für Gesundheitspolitik, aber das wäre doch ein wunderbarer Effekt: Die Lebensmittel werden nicht teurer, enthalten aber weniger Zucker, weil die Hersteller von vornherein den Zucker reduzieren, um die Zuckersteuer zu umgehen", sagte van Aken.