Braunschweig

Verein für sexuelle Emanzipation lädt zu Film und Gesprächen


Der Verein für sexuelle Emanzipation gibt die Veranstaltungen für den März bekannt. Symbolfoto: Anke Donner
Der Verein für sexuelle Emanzipation gibt die Veranstaltungen für den März bekannt. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke donner

Artikel teilen per:

28.02.2018

Braunschweig. Der Verein für sexuelle Emanzipation (VSE) e. V hat im März einige Veranstaltungen zu bieten. Unter anderem werden im März Filmvorstellungen geboten.



Sonntag, 4. März 2017, 15.00 – 18.00 Uhr - Queeres Zentrum Onkel Emma, Echternstr. 9, Braunschweig

Film- und Gesprächsnachmittag zum Café am Sonntag
Was ist eigentlich inter*? Dieser Frage widmet sich das Café am Sonntag im queeren Zentrum Onkel Emma am 4. März 2018 ab 15.00 Uhr. Als intergeschlechtlich bezeichnet man Menschen die genetisch und/oder körperlich und/oder hormonell nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können. Bei vielen intergeschlechtlichen Neugeborenen werden noch immer geschlechtsangleichende Operationen im Säuglings- oder Kleinkindalter durchgeführt, die das spätere Leben dieser Menschen nachhaltig beeinflussen und häufig stark belasten. Sie wurden in ein Geschlecht gezwängt, dem sie sich oftmals nicht zugehörig fühlen.
Die Gastgeber*innen zeigen den animierten Kurzfilm „Hermes und Aphrodite“ von Gregor Zootsky. Dieser stellt die körperliche Unversehrtheit und das Recht zur Selbstbestimmung in den Fokus. Außerdem werden Ausschnitte der Dokumentation „Intersexion“ von Grant Lahood aus dem Jahr 2012 gezeigt. In diesem Dokumentarfilm zeigen intersexuelle Menschen die Geheimnisse ihres unkonventionellen Lebens - und wie sie sich durch diese streng männliche / weibliche Welt navigiert haben, wenn sie irgendwo dazwischen passen.

Über die Filminhalte möchten sich die Gastgeber*innen bei Kaffee und leckerem selbstgemachten Kuchen mit den Gästen austauschen. Der Eintritt ist frei.
Montag, 5. März 2018, 20 Uhr
C1 Cinema, Lange Str. 60, Braunschweig


QueerCinema – Millionen Momente voller Glück - USA, 2017, 81 Min, Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

QueerCinema steht für regelmäßig stattfindendes les.bi.trans*.schwules Kino in Braunschweig. Jeden 1. Montag im Monat zeigt das QueerCinema Filme abseits des heteronormativen Kinos und lädt an diesen Tagen vor dem Film ab 20.00 Uhr zum „Come together“ ein. Am Montag, 05.03.2018 zeigt das QueerCinema das mehrfach ausgezeichnete romantische Drama „Millionen Momente voller Glück“ von Albert Alarr.

Nach mehr als 20 Jahren erfolgreich in einer Soap beschließt die Hauptdarstellerin Lainey Allen aus dem Showbusiness auszusteigen. Zusammen mit ihrer Lebenspartnerin und Publizistin Eva Morales zieht sie in ihr Strandhaus an der zentralkalifornischen Küste, um dort gemeinsam zur Ruhe zu kommen und das Leben zu genießen.
Mit dem Umzug kommen einige Veränderungen in Laineys Persönlichkeit zum Vorschein. Als sie sogar von einer Joggingrunde nicht mehr nach Hause findet, drängt Eva auf einen Besuch beim Arzt. Die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt...
Der Film zeigt einfühlsam die Entwicklung einer Beziehung im Umbruch und ermöglicht die Annäherung an ein sensibles Thema – eindringlich und bewegend gespielt.

Dieser Film wird präsentiert von LiN - Lesbisch in Niedersachsen. Jessica Lach von 'MOSAIK Gesundheit - Ein Projekt für lesbische, bisexuelle und queere Frauen* in Niedersachsen' wird mit einem Info-Stand vor Ort sein.

Come Together: 20 Uhr, Filmbeginn: 20.30 Uhr, Eintritt: Parkett 5,50 €, Loge 6,50 €
Hintergrundinformationen | Verein für sexuelle Emanzipation e. V.

Über den Verein


Der Verein für sexuelle Emanzipation (VSE) e. V. ist die Interessenvertretung für Schwule, Lesben, Bisexuelle, Trans und Inter*-Menschen in Braunschweig und der Region. Zahlreiche Gruppen und Aktivitäten werden vom VSE unterstützt und organisiert.

Im November 2011 konnte mit Unterstützung der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Stadt Braunschweig und weiterer Sponsoren das queere Zentrum „Onkel Emma“ in der Echternstraße eröffnet werden. Seitdem ist es Treffpunkt und Identifikationsmerkmal für die Braunschweiger Community und bereichert mit zahlreichen Veranstaltungen die Kulturlandschaft der Stadt Braunschweig. Gruppenabende, kulturelle Veranstaltungen, Vorträge und Beratungsangebote sind Bestandteile des festen Programms.

Dank der Unterstützung und Förderung der Stadt Braunschweig und des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung ist es dem VSE seit seiner Gründung erstmalig möglich eine hauptamtliche Mitarbeiterin zu beschäftigen. Die Vereinskoordinatorin, Melanie Sapendowski, konnte ihre Arbeit im Mai 2017 aufnehmen. Neben der Unterstützung des Ehrenamtes und Koordination der Öffentlichkeitsarbeit, zählen unter anderem die Realisierung von Maßnahmen im Kontext zur Umsetzung der Kampagne „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt* in Niedersachsen“ zu ihren Aufgaben.

Der Verein arbeitet eng mit dem QNN | Queeren Netzwerk Niedersachsen, dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen und der Braunschweiger AIDS-Hilfe zusammen. Es werden ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele verfolgt, wofür der VSE als besonders förderungswürdig anerkannt wurde.
Ziele sind u. a. der Abbau von Diskriminierungen durch Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, die Stärkung der schwul-lesbisch-bi-trans-intersexuellen Menschen sowie Sichtbarmachung vielfältiger Lebensweisen. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam für Vielfalt*.


zur Startseite