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Verein für sexuelle Emanzipation ruft zum dezentralen Flashmob auf

Mit einem dezentralen Flashmob am Sonntag, 17. Mai, soll ein Zeichen gegen Diskriminierung und Stigmatisierung gesetzt werden.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Pixabay

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14.05.2020

Braunschweig. Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) am Sonntag, 17. Mai, plant der Braunschweiger Verein für sexuelle Emanzipation (VSE) einen dezentralen Flashmob, um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen Diskriminierung und Stigmatisierung zu setzen. Um 17:05 Uhr soll per Radio im Park, Auto oder vom Balkon aus ein bestimmter Hit-Mix gespielt werden. Dies teilt der Verein für sexuelle Emanzipation in einer Pressemitteilung mit.


„Auch in diesem Jahr möchten wir am IDAHOBIT - trotz der Corona-Pandemie - die Community ermutigen, sich öffentlich und einträchtig mit uns gegen Homo-, Bi- Inter- und Transphobie zu stellen und rufen zu einem dezentralen Flashmob am 17. Mai auf“, sagt Andreas Paruszewski vom VSE und ergänzt: „Um Punkt 17:05 Uhr soll in ganz Braunschweig oder wo immer man unser Anliegen unterstützen will derselbe Musik-Mix gespielt werden, vom Balkon, im Park oder aus dem Auto.“

Dieser 10-minütige Mix sei zu diesem Zeitpunkt von den Teilnehmenden möglichst gut hörbar an ihren individuellen Aufenthaltsorten abzuspielen. Radio Okerwelle sende den Musik-Mix, der eigens für den IDAHOBIT von DJane Soundschwester zusammengestellt wurde, live. Um die Sichtbarkeit der Aktion zu erhöhen, sollten sich die Teilnehmenden mit Insignien der queeren Community wie zum Beispiel Regenbogen-, Trans- oder Interflaggen, Fähnchen oder Kleidungsstücken filmen oder fotografieren und diese unter dem Hashtag #idahobitvse posten.

Darum geht es


Am IDAHOBIT werde weltweit an den 17. Mai 1990 erinnert, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gleichgeschlechtliches Begehren von der Liste der Krankheiten strich. Dieser Tag jährt sich nun zum 30. Mal. Dies sei ein Anlass, um darauf hinzuweisen, dass lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen weltweit immer noch um ihre Sicherheit fürchten müssten. In manchen Ländern drohe ihnen die Todesstrafe.

Auch in Deutschland würden trans- und intergeschlechtliche Menschen ihrer Rechte auf geschlechtliche Selbstbestimmung beraubt werden, denn Vorname und Geschlechtseintrag dürften nur nach einem pathologisierenden Begutachtungsverfahren geändert werden und intergeschlechtliche Kleinkinder würden geschlechtszuweisenden Operationen unterzogen werden.


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