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Verwaltung prüft Neubau der Fischerbrücke



Braunschweig

Verwaltung prüft Neubau der Fischerbrücke


Symbolfoto: A. Donner
Symbolfoto: A. Donner Foto: Anke Donner)

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Braunschweig. Die Verwaltung wird erneut prüfen, ob die Fischerbrücke über die Oker in Leiferde durch einen Neubau im Wesentlichen an der Stelle des wegen Baufälligkeit gesperrten alten Brückenbauwerks ersetzt werden kann. Es hatte nach der Sperrung des Bauwerks Kritik aus der Bevölkerung gegeben (regionalHeute.de berichtete).

„Viele Gespräche und Hinweise aus der Bürgerschaft, dem Stadtbezirksrat und dem Rat nehmen wir zum Anlass, eine Brücke auch für den Kfz-Verkehr im Wesentlichen an der derzeitigen Stelle und unter weitgehender Erhaltung der Straßenführung erneut auf Machbarkeit zu prüfen“, sagt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. „Die Funktion der Kreisstraße ist damit weiterhin gegeben. Darüber hinaus hätte eine Brücke für Kraftfahrzeuge an dieser Stelle eine positive Wirkung auf das Straßennetz im Braunschweiger Süden, da es eine Alternative zur Brücke Berkenbuschstraße gäbe. Von besonderer Bedeutung ist die Brückenverbindung zwischen Leiferde und Stöckheim natürlich für Fußgänger- und Radfahrer, die ohne sie große Umwege in Kauf nehmen müssen.“


Ein Neubau der Brücke in exakt gleicher Lage ist allerdings, wie bereits mitgeteilt, nicht möglich. Der Grund dafür liegt darin, dass die statischen und konstruktiven Anforderungen an Brückenbauten und die Anforderungen aus dem Hochwasserschutz heute im Vergleich zur Bauzeit der alten Brücke in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts stark verschärft wurden.
Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen einer Vorprüfung auch Straßenführungen außerhalb der bestehenden Trasse zwischen Stöckheim und Leiferde untersucht. Alle diese Trassen hätten aber zur Folge, dass deutlich mehr Fahrzeuge die Strecke nutzen würden als bisher. Dies würde zu mehr Verkehr sowohl in Stöckheim als auch in Leiferde führen. Da eine Brücke in gleicher Länge und Höhenlage wie bei der Bestandsbrücke nicht erreicht werden kann, werden auch weitergehende Lösungen wie eine deutlich längere Brücke und Lösungen mit abgesenkten Straßenabschnitten, die bei extremen Hochwassersituationen überflutet werden können, in die Betrachtungen einbezogen. Alle planerischen Überlegungen werden durch detaillierte Berechnungen mit einem Hochwasser-Modell begleitet.

Das Verfahren entspricht dem Vorgehen bei der Brücke Berkenbuschstraße. Erste konkrete Ergebnisse, ob eine bestandsnahe Brückenlösung bautechnisch und hochwassertechnisch tatsächlich realisierbar ist, werden dem Stadtbezirksrat und dem Planungs- und Umweltausschuss voraussichtlich Ende 2016 vorgestellt. Die Verwaltung führt derzeit Gespräche mit dem Ingenieurbüro, das die Brückenprüfung durchgeführt hat, um zu klären, ob es Möglichkeiten zur temporären Instandsetzung der alten Brücke gibt.


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