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Viele Unfälle mit Pedelecs: Umrüstung der Radwege notwendig?



Helmstedt

Viele Unfälle mit Pedelecs: Umrüstung der Radwege notwendig?


Auf dem Lindenplatz abgestellte Fahrräder mit Elektromotor. Foto: Kreisverkehrswacht Helmstedt
Auf dem Lindenplatz abgestellte Fahrräder mit Elektromotor. Foto: Kreisverkehrswacht Helmstedt

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Helmstedt. Laut der Kreisverkehrswacht Helmstedt stieg die Zahl der Unfälle mit sogenannten Pedelecs im letzten Jahr stark an. Deswegen sollen in Helmstedt zukünftig Radwege an die motorisierten Räder angepasst werden.



Die Zahl der Unfälle mit Pedelecs habe 2016 in Deutschland einen Höchststand erreicht. In 2016 gab es, so Achim Klaffehn von der Kreisverkehrswacht Helmstedt, so viele Unfälle mit Pedelecs wie noch nie. Von Januar bis September wurden 3214 Unfälle von Fahrrädern mit elektronischer Tretunterstützung registriert. Dabei kamen 46 Menschen ums Leben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einer Steigerung um 39 Prozent. Gründe liegen unter anderem in der stetig steigenden Anzahl von Pedelecs. Die Anzahl aller Unfälle, an denen Fahrradfahrer beteiligt waren, stieg um sechs Prozent von 61.358 (2015) auf 64.964 (2016).

Auch die Beteiligung der E-Bikes, bei denen der Fahrer gar nicht mehr in die Pedale treten muss, ist um 25 Prozent gestiegen. Klaffehn erklärt: "Die Unfallstatistik für diese Fahrzeuge wird erst seit 2014 geführt. Die Daten für 2017 liegen noch nicht vor. Eine weitere Steigerung der Unfallzahlen ist aber zu erwarten".


Nach seiner Ansicht hängt die Verkehrsunfallentwicklung damit zusammen, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Räder mit elektrischer Fahrunterstützung gekauft und auf die Straße gebracht wurden. Durch die Elektromotorisierung kommt es gleichzeitig zu einer Zunahme von Senioren bei den Rad fahrenden Verkehrsteilnehmern. Diese waren häufig zuvor viele Jahre nicht mehr mit einem Fahrrad unterwegs und es fehlt ihnen an Erfahrung.

Die Kreisverkehrswacht Helmstedt hat sich innerhalb des Arbeitskreises Fahrradfreundliches Helmstedt dafür eingesetzt, dass der Verkehrsraum im Bereich der Radwegführung auch an die Motorisierung angepasst werden soll.


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