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Vierte Design-Display-Ausstellung in der Autostadt



Wolfsburg

Vierte Design-Display-Ausstellung in der Autostadt


Design-Display-Ausstellung in der AutoStadt. Foto: Michael Jungblut
Design-Display-Ausstellung in der AutoStadt. Foto: Michael Jungblut Foto: Michael Jungblut

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Wolfsburg. Die vierte Design Display Ausstellung in der Autostadt in Wolfsburg fokussiert anlässlich des aktuellen Dualjahres Mexiko-Deutschland auf die Designszene in Mexiko.



In der 20 Meter langen Vitrine sind ab Ende März das Kleid „Vestido Cobra" der mexikanischen Modedesignerin Carla Fernández sowie eine Multimedia-Installation des Architekten Fernando Romero ausgestellt.

Carla Fernández untersucht in ihrer Arbeit, wie Mode Traditionen bewahren und trotzdem zukunftsweisend sein kann – und lenkt damit die Aufmerksamkeit auf das kulturelle Erbe ihres Heimatlandes. Durch den Transfer von mexikanischen Stilen und Fertigungstechniken in zeitgenössische Mode legt sie den Schwerpunkt ihres Schaffens auf soziale und politische Fragen, wie es an ihrem Unisex-Kleid Vestido Cobra aus der Sommerkollektion 2017 erkennbar wird. Das multifunktionale „Schlangenkleid", das sowohl von Frauen als auch Männern getragen werden kann, vereint traditionelle Web-, Falt- und Schnürtechniken mit zeitgenössischem Design. Das Resultat ist ein Kleid, das nicht nur gut aussieht sondern auch Geschlechterordnungen hinterfragt, gleichzeitig aber auch das kulturelle Erbe des Landes repräsentiert. Konsequenterweise beteiligt Fernández lokale Stoffproduzenten und Kunsthandwerker an ihrem Gewinn.

Architekt Romero kreiert Border-City


Der Architekt Fernando Romero, der jahrelang für den bekannten niederländischen Architekten Rem Koolhaas gearbeitet hat, beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Dabei entwarf er ein visionäres Zukunftsprojekt: Die von ihm und seinem Büro FR-EE erdachte Border City ist eine bi-nationale Stadt, die grenzübergreifend in beiden Staaten angesiedelt sein soll – und als Modell für neue Städte auf der ganzen Welt dient. Border City ist als Idealstadt gedacht, die nicht auf Utopien, sondern wirtschaftlichen Hintergründen basiert. Die Bevölkerung in den Regionen entlang der Grenze wächst stetig, zahlreiche Arbeitsplätze entstehen. Doch vor allem die neuen Siedlungen auf der mexikanischen Seite wuchern unplanmäßig und ohne klare Infrastrukturen. Genau an diesem Punkt setzt das innovative städtebauliche Prinzip seiner Border City an. Durch die Kombination von einer radialen und hexagonalen Grundstruktur sind mehreren Zentren und ein organisiertes Wachsen möglich. Wie das aussehen kann, zeigt die Multimedia-Installation auf der einen Seite der Vitrine des Design Displays.

Der dialogische Prozess der Ausstellung wird im begleitendem Magazin On Display fortgesetzt. Hier portraitiert der Autor und Kurator Moritz Küng den Architekten Fernando Romero. Referenzbeispiele zeigen historische Idealstädte und der Kulturwissenschaftler und Architekturkritiker Alexander Gutzmer schreibt über den Grenzraum zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten. Im zweiten Teil interviewt die Autorin und UNESCO-Beraterin Marcella Echavarria die Designerin Carla Fernández. Die Designforscherin Moniek Driesse beschreibt den Einfluss traditioneller Handwerkskunst auf das moderne mexikanische Design. Der Mittelteil mit einem visuellen Essay von Inka & Niclas verbindet beide Projekte im Design Display.
Das Magazin erscheint in Deutsch und Englisch und ist in der Ausstellung kostenfrei erhältlich, zudem kann es über den Medienpartner, die Designzeitschrift form, bestellt werden. Ausgewählte Inhalte sind zudem auch digital auf www.designondisplay.de verfügbar.


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