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Vogelreservat Heerter See soll um Waldgebiet erweitert werden

von Alexander Panknin


Der Heerter See an einem sonnigen Tag. Hier brüten viele bedrohte Vogelarten. Foto: Stadt Salzgitter
Der Heerter See an einem sonnigen Tag. Hier brüten viele bedrohte Vogelarten. Foto: Stadt Salzgitter

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09.03.2017

Salzgitter. Das europäische Vogelreservat um den Heerter See ist bereits seit 2002 als Naturschutzgebiet ausgezeichnet. Um dem EU-Standard "Natura 2000" gerecht zu werden, soll es nun um das Waldgebiet Heerter Strauchholz erweitert werden.



Der See beherbergt mit einer Größe von 272 Hektar eine Vielzahl an bedrohten Tierarten. DarunterKranich, Fischadler, Kormoran und Flussuferläufer, die den See als Trittstein auf dem Weg in die Überwinterungs- oder Brutgebiete aufsuchen.


Zwischen 1953 und 1976wurde der See künstlich geschaffen und als Schlammabsetzbecken für die Eisenerzwäsche benutzt. Heute ist er in der Obhut der Kreisgruppe Salzgitter des Naturschutzbunds (NABU).

Als Erholungsgebiet für Wandertouren ist das Gebiet bei Naturliebhabern sehr beliebt. NachBundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) soll das Gebiet jetzt an die verschärften Anforderungen des"Natura 2000"-Gebietes angeglichen werden. Diese Europäische Verordnung soll landübergreifend den Schutz von gefährdeten Tierarten sicherstellen.

Geplant ist die Erweiterung des Naturschutzgebietes um dasWaldgebiet Heerter Strauchholz. Damit würden den Tieren insgesamt 323 Hektar zur Verfügung stehen.

Weiterhin bringt "Natura 2000" aber auch einige Verbote mit sich. Demnach ist zum Beispiel der unbemannte Luftverkehr (durch landwirtschaftliche Drohnen, Drachen oder Modellflugzeuge) untersagt. Dies führte auch auf der letzten Sitzung des Klima- und Umweltausschusses zu Diskussionen. Letztlich verständigten sich die Mitglieder aber mit fünf Stimmen und einer Enthaltung mehrheitlich auf die Erweiterung des Schutzgebietes.

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