Voigt zieht Klage gegen Entzug des Doktortitels zurück

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat seine Klage gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die Technische Universität Chemnitz zurückgezogen.

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Mario Voigt (Archiv)
Mario Voigt (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat seine Klage gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die Technische Universität Chemnitz zurückgezogen. Das teilte Voigt am Mittwoch mit.


Der CDU-Politiker steht seit Monaten wegen der Plagiatsaffäre politisch unter Druck. Zwei Misstrauensvoten im Thüringer Landtag, die von der AfD-Fraktion beantragt wurden, scheiterten bereits.

Die TU Chemnitz hatte Voigt im Januar den Doktortitel entzogen, da ihm vorgeworfen wurde, in seiner Dissertation aus dem Jahr 2008 unsauber gearbeitet zu haben. Ein Widerspruch gegen die Aberkennung wurde im Juli abgelehnt. Voigt erklärte, dass er sich entschieden habe, den Rechtsstreit um seine Dissertation einzustellen, um sich voll und ganz auf seine Aufgaben als Regierungschef zu konzentrieren. Er sagte, dass seine Energie und Aufmerksamkeit den Bürgern Thüringens gelten solle.

Ein Plagiatsjäger hatte im Sommer 2024 die Vorwürfe gegen Voigt erhoben, als dieser noch Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in Thüringen war. Die Dissertation behandelte das Thema Präsidentschaftswahlkämpfe in den USA. Voigt führt in Thüringen eine Minderheitsregierung aus CDU, SPD und der Nachfolgepartei der BSW-Abtrünnigen "Thüringen Gerecht". Die BSW zerfiel kürzlich im Streit um die Regierungsbeteiligung im Freistaat.