Volksbank schließt Filialen in der Region

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Matthias Gericke, Ernst Gruber und Thomas Stolper gaben am Donnerstag bekannt, dass die Volksbank einige Filialen schließen wird. Fotos: Anke Donner
Matthias Gericke, Ernst Gruber und Thomas Stolper gaben am Donnerstag bekannt, dass die Volksbank einige Filialen schließen wird. Fotos: Anke Donner | Foto: Anke Donner

Region. Die Volksbank in Wolfenbüttel will im Dezember einige ihrer Filialen in der Region schließen. Davon betroffen sind die Filialen in Denstorf, Geitelde, Lesse, Rautheim, Sauingen, Vallstedt und Wolfenbüttel-Linden.


Die Veränderungen im Geschäftsbereich der Volksbank kündigten Ernst Gruber, Sprecher der Volksbank, gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Matthias Gericke und Thomas Stolper, in einem Pressegespräch am Donnerstag an. „Am 14. Dezember 2018 öffnen diese Filialen zum letzten Mal", so Gruber. In Flechtingen, Rautheim und Wolfenbüttel-Linden bleiben jedoch vorerst Geldautomaten erhalten, so dass die Kunden hier weiterhin kostenlos Bargeld abheben können.

„Unser Alltag ist geprägt von digitalen Möglichkeiten. Vom Einkauf im Internet bis hin zu Überweisungen per Smartphone", sagt Gruber weiter. Auch das Kundenverhalten im Finanzdienstleistungsbereich habe sich grundlegend geändert. Monatlich verzeichne die Bank etwa 32.000 Kundenbesuche in den Filialen. Demgegenüber stünden insgesamt 626.000 Kundenkontakte per Telefon, Online-Banking oder Mobile-Banking — Tendenz stark steigend. Diesem Wandel müsse sich das zukunftsorientierte Unternehmen stellen. "Ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen, dass es hier nicht darum geht, Kosten einzusparen. Ganz im Gegenteil, es ist eine Investition und ein wichtiger Schritt in die Zukunft", so Gruber.

Mit dem Trend gehen


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Der Trend geht zum Online-Banking. Darauf stellt sich auch die Volksbank ein. Foto:



Die Filialen die nun geschlossen werden, wurden in der Vergangenheit immer seltener als Kontaktpunkt genutzt. Das klassische Bankgeschäft werde immer weniger in Anspruch genommen, mit Bargeld könne man sich mittlerweile in fast jedem Supermarkt versorgen. "Dieser Schritt fällt uns sicherlich nicht leicht. Wir sind jedoch überzeugt, dass wir uns mit den nötigen Anpassungen unserer Standorte gestärkt der digitalen Zukunft stellen können", ergänzte Matthias Gericke, Vorstand für den Bereich Privatkunden. Man habe genau abgewägt, welche Filialen geschlossen werden sollen, versichert Gericke.

Der Vorstand betonte, dass man sich unverändert zur Region bekenne. Seit über 115 Jahren ist die Bank vor Ort und vielfältiger Ansprechpartner in allen Finanzangelegenheiten für Menschen und Unternehmen. Daran ändere sich auch in Zukunft nichts. Der Leitsatz laute langfristig eine starke Bank zu bleiben, die in der Region Präsenz zeige und die digitale Zukunft aktiv gestalte.Und das sei bereits heute deutlich spürbar. Zum einen gebe es vielfältige Wege, um mit der Bank in Kontakt zu treten - in der Filiale, per Telefon, Online-Banking, BankingApp oder aber WhatsApp. Auf der anderen Seite gebe es bereits zahlreiche Möglichkeiten digital Finanzgeschäfte zu erledigen: kontaktloses Bezahlen im Supermarkt „Kwitt" (Geld per App senden), VR-BankingApp oder auch die App-VR-Altersvorsorge-Cockpit. Nicht zu vergessen die Zahlungen im Internet mit dem sicheren Bezahlsystem "paydirect" die App der Verbundpartner R+V und Union Investment sowie die SperrApp mit derNotrufnummer 116 116.

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Matthias Gericke, Ernst Gruber und Thomas Stolper stellten die neue Struktur vor. Foto:


Kundenbetreuer bleiben


Die kompetente Beratung bleibe bei aller Neuausrichtung im Fokus der Bank. Die Kundenberater aus den geschlossenen Filialen werden in die nächstgelegene und dann zuständige Filiale versetzt. So können sich die Kunden auch nach wie vor vertrauensvoll an ihre gewohnten Berater wenden.

Die Berater spezialisieren sich regelmäßig um optimale Finanzgespräche mit den Kunden zu führen. Es sei ein Qualitätsanspruch, den die Bank auch regelmäßig auf den Prüfstand stelle. Aktuell mit dem Resultat, wieder beste Bank vor Ort zu sein, berichtet die Volksbank.

In Salzgitter und Wolfenbüttel führt ein unabhängiges Prüfinstitut jährlich Testkäufe durch und bescheinigte der Bank erneut qualitativ hochwertige Beratungsleistung. Das soll natürlich auch weiterentwickelt werden. „Uns ist es wichtig, dass unsere Kunden eine qualitative Beratung mit hochwertigen Produkten erhalten. In diesem Zusammenhang passen wir auch die Zuständigkeiten unserer Beraterinnen und Berater an. Im Ergebnis heißt das: Die Kunden haben den passend qualifizierten Spezialisten mit den nötigen zeitlichen Freiräumen an ihrer Seite", so Gericke.

„Alle Kunden, die von der Neuausrichtung und Umstrukturierung betroffen sind, werden in den kommenden Tagen per Post informiert", versichert Gericke.


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