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Volkswagen Azubis begleiten Auschwitz Überlebenden


von links nach rechts: Johannes Meyer, Adriana Gilbo (beide 22, Wolfsburg), Prof. Felix Kolmer (94, Auschwitz-Überlebender aus Prag), Eylem Ay (18, Hannover) und Inan Itilli (22, Salzgitter). Foto: Internationales Auschwitz Komitee. Foto: Internationales Auschwitz Komitee

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29.07.2016




Wolfsburg/Oświęcim. Große Ehre für vier Auszubildende von Volkswagen: Auf Einladung des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) werden zwei junge Frauen und zwei Männer in Oświęcim (Polen) Überlebende von Auschwitz begleiten, wenn Papst Franziskus am Freitag, 29. Juli, das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz besucht.

In der KZ-Gedenkstätte wollen die Auschwitz-Überlebenden Roman Kent (New York), Prof. Felix Kolmer (Prag) sowie Marian Turski und Kazimierz Albin (beide Warschau) gemeinsam mit Papst Franziskus und einer internationalen Delegation der Gerechten unter den Völkern in einem überkonfessionellen Gebet ihrer ermordeten Familienangehörigen und Mithäftlinge gedenken. Dabei sollen insbesondere Jugendliche aus aller Welt zu Toleranz und Respekt, Gerechtigkeit und Frieden aufgerufen werden.
IAK-Präsident Roman Kent sagt: „Kein Ort der Welt ruft mehr nach diesem Gebet, an keinem Ort der Welt ist es als Zeichen des Friedens und der Erinnerung lauter zu hören.“ Rund 1,5 Millionen Menschen wurden im KZ Auschwitz und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch das NS-Regime ermordet, am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die wenigen Überlebenden.

Die Überlebenden von Auschwitz haben die Auszubildenden Adriana Gilbo (22), Kauffrau für Bürokommunikation, und Johannes Meyer (22), Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen (beide Wolfsburg) sowie Eylem Ay (18), Logistik-Fachkraft von Volkswagen Nutzfahrzeuge (Hannover), und Inan Itilli (22), Industriemechaniker (Salzgitter), zum Papst-Besuch eingeladen.
Die vier Nachwuchskräfte sind in der gemeinsamen Gedenkstättenarbeit von IAK und Volkswagen engagiert. In diesem Frühjahr haben sie zusammen mit weiteren Auszubildenden sowie polnischen Kollegen von Volkswagen Nutzfahrzeuge geholfen, die Erinnerungsstätte für die zumeist jugendlichen Gäste aus aller Welt vorzubereiten, die vom katholischen Weltjugendtag in Krakau (26. - 31. Juli) nach Auschwitz/Oświęcim kommen, um die Gedenk- stätte zu besuchen.

„Wir wollen nicht, dass dieser Ort in Stille fällt“, sagt IAK-Vizepräsident Christoph Heubner. „Der Besuch der jungen Menschen vom Weltjugendtag und die Begleitung durch die engagierten Auszubildenden von Volkswagen aus Deutschland und Polen sind uns deshalb besonders wichtig.“
Um den Weltjugendtag erwartet die KZ-Gedenkstätte Auschwitz täglich mehrere tausend Besucher aus aller Welt. Krakau liegt etwa 70 Kilometer östlich von Oświęcim.


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